Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [7.] für das Schlujahr 1883-84 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 177)
- Language
- German
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unter den Sinnen. Bei Späteren vollends ist die Hälfte der Schmach19), die der Tastsinn für uns bedeuten soll, auf seinen Zwillingsbruder entfallen. Isak Arama20) allein will die Geistigkeit die allgemein diesem Sinne abgesprochen wird, dadurch retten, dass er sie in dem Urtheil über die Geschmäcke sucht. In der Zeit der typologischen Schriftauslegung galt der Ge- Bildliche Beschmack unter Jakobs Söhnen als Isachar21), der Lohnende (Gew. Zeichnungen. 30, 18), weil er unter allen Sinnen am Meisten den Lohn seiner Wirksamkeit empfindet. Die bildlichen Bezeichnungen der Zunge sind nicht von ihrer Function als Geschmacks-, sondern als Sprachorgan hergenommen. Sie heisst Feder des Herzens22), Dolmetsch des Mundes, Bote des Gedankens. 19) Salomo Halewi f. 113a bemerkt: שחוש הטעם וחוש המשוש חרפה הם לנו כי אנו משותפים בהם עם הבהמות, f. 263d: לחוש המשוש אשר הוא הם מצרני׳ ז-ה לזה [Hos. 4,11] גם בן סוג לחוש הטעם כי זנות יין ותירוש. Eigentlich, meint er f. 7 c, müsste sich unser Schamgefühl auch auf diesen Sinn ausdehnen, wie denn in der That manche der alten Philosophen auch den Mund schamhaft verhüllt hätten: וי״א שנמצאו מקומות אצל הפילוסופים הקדמונים שהיו מכסים פיהם. 20) f. 62b: ולמטה מהם חוש הטעם כי זה לא יפעל רק בפגישת המוטעם אמגם לפי שהטעימה לאו מילתא המרי׳ לגמרי היא אבל היא משפט מצינו [f.26a] וט׳ [f. 21 הטעמים כמו שאמרנו אצל עץ הדעת בשער ז׳ ף כי אמת [Ez. 3,3] ותהי בפי כדבש למתוק [Ps. 34,9] טעמו ראו בי טוב ה׳ כי הכרת הטעם יש בה דקות והשערה מדעת [Prov. 8,7] יהגה חכי. Dagegen streitet ihm albo 11, 21; f. 106a: חוש הטעם והוש המשוש שאף על פי שהיא שלמות אלינו מצד שאנחנו בעלי חיים גשמים לקרב הנאות ולהרחיק המזיק אין בהם שום שלמות רוחני. Auch Neuere äussern sich in dieser Weise, so George p. 128 : ״Man meint * *, der Geschmack diene nur dem niedern und thierischen Triebe nach Nahrung und habe also auch gar keine höhere geistige Natur, sondern müsse durchaus sinnlich sein und bleiben*־*, weil er nicht in die Ferne geht, so ist er ebensowenig, wie der Geruch, Organ der Mittheilung und der Geist benutzt ihn nicht als Zeichen und Symbol seiner Thätigkeit. Deshalb spricht auch aus ihm der Geist weniger zu uns und seine Modificationen sind keine Gestalten, in denen die Seele sich ausprägt.“ 31) So überliefert En Duran aus Lunei:יששכר הטעם כי יש שכר לפעלתו; vgl. oben p. 19 n. 50. 22) Abraham b. Chijja (?) bemerkt, wie mir Dr. J. Egers mittheilt, in seinem חד אלאנסאן f. 48a: הלשון הוא אבר מכובד ותעלתו גדולה כי הוא מתורגמן לגוף ופותר מחשבות הלב. Gerson b. Salomo f. 44b aber-