Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [7.] für das Schlujahr 1883-84 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 162)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/3122061-3122068--0995-3123167- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
156 den Sinnen dargestellt wird, den keinerlei religiöse Vorschrift24) verpflichtet, so giebt es andererseits kein Organ, das deutlicher den Stempel der Göttlichkeit an sich trägt als das des Geruches. In den drei von einem Punkte ausgehenden Linien, die von der Nasen- Scheidewand und den Flügeln am Boden der Nase beschrieben werden, erblickte man die Gestalt des hebräischen Anfangsbuch־ staben aus dem Gottesnamen Schaddai25), ein Siegel Gottes in unserem Angesicht. Von der nahen Beziehung, die man zwischen Geruchsorgan und Gehirn im Mittelalter annahm, ist auch die einzige bildliche Bezeichnung hergenommen, die uns dafür begegnet. Asaf 2g) nennt die Nase den Pförtner des Gehirns. 24) 1bn Gtabirol תקוץ f. 4a sagt vom Gerüche: מפני שאין בו עבודת מצוה ולא עבירה. Bachja übergeht ihn in seiner Ethik der Sinne, s. oben p. 29 und nach Moscato’s Erklärung III, 1 f. 139b auch Juda Halewi III, 5; p. 197 n. 1. Meir Arama f. 18a lässt ihn darum auch in der Aufzählung der sinne Jes. 33, 15: אמנם [הריח] לפי שאין מצות לא תעשה מבוארות בייח אי[ — s. oben 11 .כן n. 15 — und Jer. 25, 10 fehlen f. 68a : והם תענוגי הד, חושים. Menachem b. Serach f. 64ab gedenkt jedoch auch dev Segenssprüche des Geruchs — s. oben p. 27 ebenso Duran f. 56 b. Vgl. auch Elia di Vidas ראשית הכמה IV, 9 f. 179 a. Askari הרדים f. 3b bemerkt: המצות התלויו׳ בחוטם לפי שהם מועטות אצרף אותם עם התלויות נפה, zahlt jedoch f. 41b besonders: מצות לא תעשה מן התורה התלויח בחוטם. Dass auch der Geruch durch ethische Zucht gemeistert werde, sieht Salomo Halewi in Jes. 11, 8 angedeutet f. 18141: גם בריח שייך מעלת ההסתפקות ויראת חטא שקראו כאן יראת ה׳ הפך סברת החוקר שאמר שבריח לא שייבא מעלת יראת החטא. 2ף Bachja b. Ascher bemerkt zu Gen. 2, 7 : ומנפלאות היצירה באדם כי תמצא אות שין רשומה בכלי זה משם של שדי החקוק בצורת הגוף לכל נמול, und zu Deut. 28,10: אות שין רשום באפנו אשר שני הנקבים מכוונים כנגד המוח. Der Autor des מנורת המאור (ed. Mantua) f. 32a — s. Zunz, die Ritus p.2. — citirt als Quelle dieser Bemerkung: ועוד מציגו במדרש גדולה מילה שעמה התום בבשר ישראל שמו של שדי בנחירי׳ דמות שין ובזרוע דמות דל״ת במילה דמו׳ יוד והישמעאלים אינם בכלל זה שמל ולא פרע כאלו לא מל. Eine abweichende Nachweisung des dem Leibe des Juden eingezeichneten שדי bei Chajjim Ibn Müsa und En Bonet di Lunel s. בית 375 ,124 ,11 תלמוד. Eine Parallele dazu bietet Askari a. a. 0. Kabbalistische Spielereien über die am Körper nachweisbaren Gottesnamen ,יהור und שדי vgl. bei Salomo Halewi f. 69 c. Josef Karmi כנף רננים f. 72b reimt: הכתף ה״א עליונה י ובזרוע וא״ו חונה הכף בחינת יוד והה״א האצבעות. 26) Cod. Pinsker 1513 p. 254: [cod. Laur. האף הוא שומר [.1 שוער למוח כשומר הסף לפני המלך. Als ״Wächter“ der Respirationswege bezeich- 1