Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [7.] für das Schlujahr 1883-84 (1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 148)
- Language
- German
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142 druck Simon Duran6) bezeichnet. Dieses Urtheil hat selbst die Veränderuug des Buchwesens, von der Jakob Grimm 7) einen Umschwung in der Schätzung dieser Sinne herleitet, bis tief in die Neuzeit hinein nicht zu erschüttern vermocht. Salomo Halewi weiss diesen Vorzug des Gehörs, den Bachja b. Ascher 8) vornehmlich durch das Zeugüberragenden Reiz des Gehörs für die Menschen. Ibn Falaqüera, der diese Stelle ס׳ הנפש f. 3a übersetzt, muss in seiner Vorlage etwa öc\P> gelesen haben, weshalb er Ibn Sina’s Äusserung so wiedergiebt: 1כח הלאות היא למעלה [(JJolüf c^df=] והשמיעה יש להם תועלת אחרת באדם מאלה התועלת ובלבד השמיעה. Bereits Donnolo bemerkt a. a. 0. p. 85: האונים להשמיעו כל דבר חכמה ובינה. Jehtoa b. Salomo f. 55b äussert: ולטוב הרגש השמע באדם והשגת פרקי הדברים היה מתלמד במיצוע זה ההדגש והיה בלי הדבור בו שותף לוה ההדגש לפי ששיעור מה שנבנם באוזן מהדבור כשעורו יצא מהלשון. Vgi. hl. p. 68. Das laute Lernen preist Prophiat Duran a. a. 0. p. 20. Das Auge dient der Selbstständigkeit, das Ohr der überlieferten Belehrung, was nach Bibago f. 35a durch Prov. 20,12 ausgedruekt sein soll: ואמר גם שניהם למען נדע כי גם השמע כמו הראות שניהם רוחניים כי האחד והוא הראות הנה התחלה לשבל כאשר יחקור החוקר מעצמו בהבחינו הנמצאות להפשיט צורותיהם והאחר והוא השמע התחלה לשכל .כאשר ילמוד ממלמד כי בזולת חוש השמע לא היה איפשר אצלו הלמידה. Ebenso unterscheidet beide Josef Jabez im 5 אור החיים חוש השמע כלי לקבלה וחוש הראות לחקירה השכלית. in seinem Commentar zu Äboth VI, 4 s. y. והעוסק setzt er auf Grund von Prov. 15, 30 das GShör über das Gesicht: חוש השמע תועלתו גדולה מחוש הראות und bemerkt: בחוש השמע תלוים חיי הנפש. Salomo Halewi f. 179° nennt darum das Gehör: .דרך י אחד קצר וכולל לבלם ף f. 52b: כי האוזן הוא שער הבינה כמ״ש החכם אוזן שומעת [Prov. 15,31] .תוכחת חיים בקרב חכמים תלין ז) In der Rede über das Alter, s. Kleinere Schriften I, 200. Schärfer kann übrigens der Umschwung der Anschauungen nicht gekennzeichnet werden, als wenn wir Grimm’s Ausspruch ib. 199 : ״Das Auge ist ein Herr, das Ohr ein Knecht, jenes schaut aus, wohin es will, dieses nimmt auf. was ihm zugeführt wird“ neben den Satz der lauteren Brüder stellen: ״das Auge ist das Mittel, das Sinnliche zu erfassen, es dient wie ein Sklave, es zu errathen. Dem Gehör wird das sinnlich Wahrnehmbare zugetragen, dass dies ihm wie einem König diene“ (.Propädeutik p. 148). Auch Purkin je’s Ausführung über den Vorzug des Gesichts in Wagner’s Hand- Wörterbuch der Physiologie III, 1 p. 351 steht in bezeichnendem Gegensätze zu der Darstellung Anthropologie der Araber p. 188 f. 8) So erklärt er כד הקמח f. 28d: מעלת הראות גדולה ואמנם מעלת השמע גדולה יותר כי כה השמע הו׳ יותר זך ודק מכה הראו׳ וזה שאמרו ז״ל סימא עינו נותן לו דמי עינו הרשו נותן לו דמי כולו וכן מצינו [Babak. f.85b]