Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1884-01-01 · [7.] für das Schlujahr 1883-84 (1884) · page 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[7.] für das Schlujahr 1883-84 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
74% known words query
IRI
…/3122061-3122068--0852-3123024
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

— 18 Kohr des Leuchters im Heiligthum die drei Kelche auf die drei uiederen Sinne, die Knospe auf das Gehör, die Blüthe auf das Gesicht. Für Mose Albilda 21) ist der siebenarinige Leuchter das Bild der Sinne mit dem Gemeinsinn, wie sie iu zwei Gruppen zu je dreien den Intellekt in die Mitte nehmen, um von ihm ihr Licht zu empfangen. In dem Schmuck der Röhren offenbart sich ihm der Prozess des Erkennens, wie er in den drei Kelchen Object, Medium, Organ als den drei Momenten aller Sinnesthätigkeit, in der Knospe als Wahrnehmung und endlich in der Blüthe als Erkenntniss sich darlegt. Die zehn Hüllen des Stiftzeltes Exoä. 26, 1, die zu je fünf geheftet waren, bedeuten ihm 22) die zwei Gruppen der von einander getrennten, aber inuerhalb ihrer Gruppe zur Einheit zusammengefassten äusseren uud inneren Sinne. Und ähnlich, wie wir, wohl unter dem Einflüsse Philo’s 22a), bei den Kirchenvätern221") überall, wo in den Bestimmungen der h. Schrift die Fünfzahl oder ihr Vielfaches auftaucht, die Allegorese zu den Sinnen ihre Zuflucht nehmen sehen, so erinnert sich ihrer Isak Arama 22 c) Ex. 30, 13 21) עולת תמיד (Venedig 1601) f. 107 b. Vgl. Ibn Zarza f. 53 tt. 83) 1b. Für הד ist daselbst: הה, חושים החיצוניים, für שהמעשה offenbar .שהמשל zu lesen. Durch die Zerlegung der Denkkraft in die praktische und theoretische gewinnt er sogar eilf Sinne, um auch für die eilf Hüllen Exoä. 26, 7 der Zeltdecke allegorisch auszureichen. 22Yg]> dj:e Nachweise im Register zu Siegfried, Philo von Alexanäria s. v. Fünfzahl. 22 b) So erklärt Hrabanus Maurus de unkerso VI. 1 (Patrölogia latina ed. M.mm CXI, 143) : in multis locis Scripturae sacrae si quinque sensus corporis [per] quinarinm nuiiierum mystiee exprimuntur; ut est iilud in parabola Salvatoris (Matth. XXV), ubi narratur servus a domino suo quinque talenta accepisse, et ea cum augmento eidem domino revertenti repraesentasse. Similiter et in caeteris locis, ubi quinarius numerus insertus est, aut quinque libros legis, aut quinque sensus corporis mystica significatione demonstrat. Nach diesem Grundsätze deutet er denn auch Lev. 27, 6 expositiones VII, 14 (Migne GVIII, 571) : conversatio ergo modo geniti quinque didrachmae sunt, ut ministeriis duplices sensus habeat, id est, ut quae sensibiliter audit, haec intelligibiliter suscipiat: sic etiam videns, et gustans, et odorans et tangens; perducit eniin hoc eum ad perfectionem. Und ebenso Ezech. 40, 25 (Migne CX, 909J, wo die 25 Ellen ihn dazu anregen: quinque enim carnis sensibus praediti sumus, visu, gustu, olfactu, auditu atque tactu. ״ ' quinque igitur sensus multiplicantur in se, dum hoc quod per ipsos agitur, in bono quotidie opere per profectnm multiplieatur. 22 c) f. 140a. Für שיהיה עשר גרה ist עשרים zn lesen. Mose Isserls»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.