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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1884-01-01 · [7.] für das Schlujahr 1883-84 (1884) · page 16

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[7.] für das Schlujahr 1883-84 (1884)
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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10 gcsammte Litteratiu־: keine Spur von der Schattenhaftigkeit abgezogener Begriffe, so recht das Leben von Hypostasen ist es, mit dem sie auftreten Mit einer ausserordentlichen Lebhaftigkeit stehen diese uns dürftig und primitiv erscheinenden Begriffe im Vordergründe des wissenschaftlichen Bewusstseins. Aus den Fachwissenschaften dringen sie hinüber in die allgemeine Bildung und begleiten die Denkenden auf allen Gebieten geistiger Arbeit. Stets gegenwärtig, eilen sie ungerufen herbei, um sich zu Vergleichungen und Beziehungen anzubieten, auf die wir heute gar nicht verfallen würden. Der Schrifterklärung und Schriftdeutung bieten sie ihre Dienste an, der Allegorese der talmudischen Agada kommen sie in oft verzweifelten Fällen zu Hülfe, den Forderungen des Ceremonialgesetzes und des Ritus legen sie Sinn und Bedeutung unter, den Vorschriften der Religion und der Ethik leihen sie den Eintheilungsgrund und das geeignete Fachwerk, sie färben die Gebete und wirken in den Dichtern. Wenn die Wahl meines Gegenstandes einer Rechtfertigung bedürfte, sie würde sie in den Beispielen linden, die ich als Belege für den weitreichenden und herrschenden Einfluss dieser Vorstellungen aus den verschiedenen Gebieten der jüdischen Litteratur des Mittelalters hier einleitend herausgreife. Die Sinne in Schon in der einfachen Exegese sehen wir das Thema von der Exegese, den Sinnen Auslegern und Predigern zur Auffindung von Einheit und Zusammenhang in den Schriftversen die Mittel leihen. Unter der geistvollen Deutung Isak Akama’s 1s) verwandelt sich die Erzählung Gen. 27, 18—27 in ein lebendiges Verhör, das der blinde Isak mit seinenvier Sinnen anstellt, um den fehlenden fünften zu ersetzen; bezeichnend lasse die Schrift, nachdem er mit drei gegen Einen Zeugen, nach den Aussagen der nacheinander verhörten Sinne des Gefühls, des Geschmacks und des Geruchs gegen das Gehör sich für Esau entschieden, das Urtheil des augenlosen Greises mit dem vom Gesichtssinn hergenommenen : ״Siehe״ (v. 27) verkünden. 13) עקדת יצחק (Venedig 1573) f. 62 c. In der That hat diese Auslegung solches Gefallen erregt, dass Isak Kara תולדות יצחק (Mantua 1558) f. 22d sie auszügiich wiederholt: השמע לבד לא מצא כעשו ולי עדים הם יותר מעד אחד und isak Abrayanel פירוש התורה (Venedig 1579) f. 86a sie bis in die einzelnen Züge mit anderen Worten vorträgt.

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