Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [4.] für das Schlujahr 1880-1881 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 148)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3122061-3122072--0566-3122799- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
144 Durch Annahme von Redekürzung ist die Anomalie zu beseitigen, dass die nur nach Personen fragende Partikel מי scheinbar mit Bezug auf Sachen angetroffen wird. 7) — Als elliptischer Ausdruck ist das Wörtchen בי aufzufassen, welches die Bitte um Gehör ausdrückt. Es muss als der Anfang eines Satzes, wie er I. Sam. 25,24 (בי אני אדוני הערץ) zu lesen ist, betrachtet werden. Dabei ist עזן in dem Sinne wie ״Strafe“ zu nehmen, wie Gen. 4, 13, und der Sinn der Redensart ist: ״Thue an mir was du willst, aber höre mich!“ *) Elliptisch ist die Redensart לעולם יעד, indem sie soviel bedeutet, als z. St.), I. Sam. 24, 11 ואמר, I. Chr. 7, 14 ילדה, Num. 2G, 59 ילדה; Sj N. 118 zu Jes. 42, 20 : ולפי דעתי ולא ישמע השומע כמו ויאמר ליוסף; ib. n. 120. ™ Ruth 4,4 יגאל; ib. n. 122 zu Jes. 22,19 יהרסך; Cornm. K011.2,!2 עשוהו mit der Bemerkung ורבים כמוהו. — Im Comm. Deut. 28, 32 erklärt er, es sei in II. Sam. 18, 39 nickt zu ergänzen ותבל [נפש] דוד, wie ein הסל דעת annakm, da ותבל transitiv sei und ein Object erheische; dies Object sei eben ״David‘1, während das Subject, jedenfalls eine weibliche Person (etwa Davids Frau), unbestimmt gelassen sei, wie in ילדה Num. 26, 59. — Die von I. E. verworfene Ansicht findet sich bei Ibn Chajüg s. v. כלה, bei Abulwalid, Rikma p. 150, und ohne Einwurf bei I. E. selbst in seiner ersten grammatischen Schrift M 5a und 26 a (s. Ohel Joseph z. St. p. 149 a). Sie findet sieh auch in der Erläuterung der 9. Regel des El. b. Jose Gel. und bei Raschi. 7) Comm. Micha 1,5: es sei zu ergänzen מי [גרם] פשע יעקב, und in Ri. 13, 17 מי [אתה ומה] שמך. Daselbst referirt I. E. eine ähnliche Erklärung Abuiwaiids: מי [עשה ומי היה שרש] פשע יעקב, und Ruth 3,!6 habe Abulw. ergänzt עם] מי את בתי]. Doch findet sich eine solche Erklärung weder in Rikma p. 220, noch im Wörterbuch p. 372. Vielmehr erklärt Abulwalid, dass mit מי zuweilen auch nach nicht vernunftbegabten Wesen gefragt werde; die Stelle in Ruth fasst er so auf, dass מה מי und dies elliptisch für מה עמך (viJcX^c; Lo). In! Comm. Ruth 3, 16 citirt I. E. richtig, dass Abulw. das fragliche מי als מה vertretend erklärt habe (für das unmögliche ואמר לי ist dort zu lesen ואמר כי). Im Comm. Micha scheint I. E. irrthümlieh ר, מרינוס statt eines andern Autors, etwa ר, משה הכהן geschrieben zu haben. Über Micha 1,5 s. noch Sj N. 44, wo I. E. gegen Dünasch so erklärt: פי׳ הכתוב בחסרון והטעם מי יסד או הוליד או עשה או הגדיל פשע יעקב. — im Comm. G-en. 33,5 erklärt er zu מי לעולם ימצא על אדם ופירושו : מי אלה לך;מי [הוא זה ששגרת לו] כל המחגה הזה umschreibt er das. mit במחשבתך. — Über den Gebrauch der Fragepartikeln s. Dünasch, Kritik gegen Me־ naekem p. 20. 8) Comm. Gen. 43,20, als eigene Ansicht: ולפי דעתי שהוא דרך קצרה. Hingegen im Comm. Exod. 4, 50 nennt er Jehüda Hallewi als Urheber dieser sinnreichen Erklärung : 1ר׳ יהודה הלוי אמר כי הוא דרך קצרה והטעם