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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1881-01-01 · [4.] für das Schlujahr 1880-1881 (1881) · p. Seite 37

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[4.] für das Schlujahr 1880-1881 (1881)
Date
1881-01-01
Page
Seite 37 (sequence 41)
Language
German
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37 — Säulen, mit denen das von den Massoreten gegründete »Haus der Weisheit“ fest gestützt ist. 4) Die Massoreten gehörten zu den für die grammatische Überlieferung massgebenden Gelehrten von Tiberias, und von ihnen stammt die gesammte Punctationslehre. 5) Den Tiberiensern verdanken wir die Gesetze über die verschiedenartige vocalische Ausspräche des beweglichen Schewä vor Kehllauten und in sonstigen Fällen. 6) Die wahre, dem ö zuneigende Aussprache des langen Kamez (ä) hat sich ebenfalls bei den Tiberiensern erhalten, denen die Juden in Aegypten und Nordafrika folgen.7) — Überhaupt muss man sich bei gewissen Eigenthümlichkeiten der Lesung des Hebräischen auf die Überlieferung der bis zu den heiligen Ahnen hinaufführenden Generationenkette berufen, 8) da in der Schrift selbst kein Anhalt dafür gegeben ist, dass z. B. ו am Anfänge des Wortes wie או gelesen werde, dass in ירושלם zwischen den letzten zwei 4) M Einleitung. 5) z 7 a : כן מנהג חכמי טבריא והם העיקר כי מהם היו אנשי המסורת ואנחנו מהם קיבלנו כל הניקוד. Zuweilen nennt I. E. als Urheber der Punktation die ״Grammatiker“ — המדקדקים —; so Z 2 a, über die Gestalt des Pathachzeichens, ib. 62 b über die Notwendigkeit des Kamez in ~יאדג; vgl. Sb 20 b. Auch מנקדים werden bei der Überlieferung der Punctationszeichen von ihm genannt. 6) M 38 Z 2 a. Ihn Esra berichtete an beiden Stellen, Jehuda Ibn Chajüg hätte die betreffenden Regeln im Namen der Tiberienser mitgetheilt. Dies ist zwar bei I. Ch. nicht zu finden, der die Regeln ohne Quelle anfiihrt (ed. Dukes, p. 4 f., 201 ff; ed. Nutt p. 3 f., 131); doch finden sich die Regeln selbst zum Theüe bei Ben Ascher (Dikd. Hat. p. 11 f.). — Im Comm. zu Exodus 25, 31 erzählt I. E. — bei Gelegenheit der vollen Schreibung von תיעשה — er habe Bibelabschriften gesehen, welche von tiberiensischen Gelehrten durchgesehen worden; von diesen hätten fünfzehn Älteste geschworen, dass sie jedes Wort und jeden Punkt, jede defecte und volle Schreibung drei Mal geprüft haben. 7) z 3 b: רק אנשי טבריא גם חכמי מצרים ואפריקא יודעים לקרוא הקמץ הגדול-. Auch dass ׳®?לס wie אשתיס zu lesen sei, hat Ibn Esra — wie wir von Salomo Parchon, Machbereth ed. Stern, p. 4c erfahren — in Afrika gehört. Nach Parchon hätte er dies gleich Jehuda Hallewi gebilligt; doch missbilligt er diese Aussprache, die in einigen Gegenden — יש מקומות — üblich sei, im Jesod Mispar (p. 143) ausdrücklich. ככה קבלנו הקריאה מפי האבות הקדושים דור אחד דור ף.

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