Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [4.] für das Schlujahr 1880-1881 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 37)
- Language
- German
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33 n. Von 11er hebräischen Sprache. Die hebräische Sprache *) war ehemals reicher als alle Spraeben der Völker; denn sie war die erste unter ihnen. Nachdem das heilige Volk aus dem heiligen Lande in die Verbannung zog, vergass es seine Sprache und ward auf die Kenntniss des in den Schriften der Propheten erhaltenen Sprachgutes beschränkt. Diese Schriften enthalten keine Ausdrücke für Dinge, von denen zu sprechen in ihnen keine Gelegenheit war. 2) Die hebräische Sprache bildete ursprünglich mit der aramäisehen und arabischen nur eine Sprache. 3) Dies lässt sich aus folgenden Momenten erkennen.4) 1. In allen drei Sprachen beeinflus- ו) I. E. nennt die hebr. Sprache fast immer die heilige : לשון הקדש; vgl. S. 6, Anm. 21. Auch als ״unsere Sprache“ לשוננו bezeichnet er sie, z. B. Comm. Micha 1, 2. Den hebräischen Sprachgeist personificirt er mit dem Ausdrucke על לשון הקדש!, z. B. Sb 18 a, Excurs im Comm. Exod. 8, 15 (. , . ובעל לה״ק ראה); auch מהבר לשון הקדש lesen wir z 14a, dafür 15a abgekürzt המהבר. Doch häufiger nennt er nach Art der früheren Grannnatiker als die Urheber des hebr. Sprachgebrauches ״die Hebräer“ (העברים). 2) Keli nechöseheth 1. Rec. Anfang, nach der Abschrift Pinsker’s: . , . לשון הקדש היתד, רהבה מכל לשונות המים כי היא היתד, ראשונה לכלם ולא נשאר בידם רק ספרי הנביאים ואשר לא הוצרכו בספריהם לדבר בו לו מצאנוהו כתוב. Ebenso am Schlüsse des Comm. zum Hohenliede : כי לא נדע מלשון הקדש כי אם הכתוב במקרא שהוצרכו הנביאים לדבר ומה שלא הוצרכו לא נדע שמו• Vgl. Menaehem b. Sarük, Machb. Einleitung und 12bs. v. אבה; ferner Jehuda Hallewi, Kusari II, 68 (ed. Cassel p. 169) und Cassels Bemerkung dazu. 3) Sb Anf., mit Bezug auf Gen. 11,1 : לשון הקדש ולשון ארמית ולשון קדר שפה אהת היתה ודברים אחדים. 4) In dieser Reihenfolge stehen die Argumente Sb 2 b f. Über die Verwandtschaft der drei semitischen Sprachen sind bei den Vorgängern I. E.’s besonders die vielen Äusserungen Abulwalids (z. B. Rikma Einl. p, VII) und die Jehuda Hallewi’s a. a. 0. hervorzuheben. Letzterer sagt, die drei Sprachen glichen sich : ־— .בשמותיהם ובתהלובותיהם ובשימושוהם Ausser den hier erwähnten grammatischen Analogien zwischen dem Hebräisehen und Arabischen finden sich noch folgende bei I. E. hervorgehoben : der Pluralis majestatis, Comm. Gen. 1, 1; das Masculinum statt des Femininum, zu Jes. 14, 11; die Anwendung von ב im Sinne von מן, zu Exod. 12,43 und 38, 5; das dem v—5 entsprechende ו beim Nachsätze, s. Cap. XXVI,