Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [4.] für das Schlujahr 1880-1881 (1881)
- Date
- 1881-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 21)
- Language
- German
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i? In einer andern Handschrift der Pariser Nationalbibliothek glaubte ich das Jesöd Dikdük I. E.־’s mutmassen zu dürfen. Als Nr. 1249, 3 des Cataloges figurirt nämlich 1 שפת יתרD von Ibn Esra, als traite de grammaire bezeichnet, zugleich aber mit der Bemerkung, es sei das gedruckte Sefath Jether. Da nun dieses keine grammatische Abhandlung ist, glaubte ich, die erwähnte Bemerkung beruhe nur auf einer Flüchtigkeit, in Wirklichkeit biete die Handschrift eine gramm. Abh. I. E.’s unter dem Namen שפת יתר, also nach dem Vorhergegangenen unser Jesöd Dikdük. Doch eine freundliche Auskunft Herrn Prof. Derenbourg’s erwies wiederum die Angabe des Cataloges als durchaus irrige. Er hatte die Güte, mir Schluss und Anfang des in Bede stehenden handschriftlichen Opus copiren zu lassen. Es ist in der That ein gram־־ matischer Tractat, aber keineswegs von Ibn Esra. Den Anfang bildet ein Citat aus dem ספר הזכרון — gewiss der Grammatik Joseph Kimchi’s — über die fünf langen und fünf kurzen Vokale. Der Schluss ist ein Citat aus Ibn Chajüg über den Unterschied zwischen ידעו/! und ו.;דעו (ed. Dukes p. 38 f. ed. Nutt p. 20), aber gekürzt und nach keiner der beiden Übersetzungen. Zwischen diesem Schlusscitate aber und dem das Opus beschliessenden סליק stehen mit der Überschrift יסוד הר* אברהם אבן עזרא die Einleitungsverse des Sefath Jether mit Modifikationen, welche namentlich den 1. und 3. Halbvers stark ändern.7711) Diese Modifieationen, durch die auch der Name des Schülers, dem I. E. seine Schrift gewidmet hat, aus dem 2. Verse schwand, sollten das Gedichtchen wol geeigneter machen, die poetische Nachschrift einer andern grammatischen Abhandlung zu bilden; doch bezeichnete der unbekannte Verfasser seine Entlehnung ausdrücklich als solche in den Worten יסוד הרא״בע. Diese entlehnten Verse wurden dann auch die Veranlassung zu den irrigen Angaben des Cataloges. beide beginnen mit ähnlicher Aufstellung der drei Bedetlieile, שם פעל מלה bei Letzterem, שם מלה פעל beim Ersteren. — Halberstam, dem das angebliche Jesödfragment in einer Abschrift vorlag, zeigt aus der Terminologie desselben ebenfalls, dass es nicht von I. E. herrühren kann (S. Haibbur p. 12, Anm. 22). 77 a) ספר לראש יודעו יהי כתר ספר יכבס לב כמו נתר ספר יבאר משפטי לשון ספר יגלה כל דבר סתר ספר לאברהם בנו מאיר ספר קראהו שפת יתר