Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [3.] für das Schlujahr 1879-1880 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 37)
- Language
- German
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35 .Philosophen vermuthen lassen. Einen Beweis der Abhängigkeit bilden nicht einmal übereinstimmende Anführungen aus Platon, da sie Ibn Zaddik, wie es sich z. B. bei dem Buche der Gesetze') zeigen lässt, derselben Quelle wie Batlajösi entlehnt haben kann. Dagegen beweist die Vorliebe im Anführen Plato’s den neuplatonisehen Charakter beider Philosophen und steigert die Wahrscheinlichkeit, dass die bildlichen Kreise Ibn Zaddik dürften bekannt worden sein. Wir treten mit Abraham Ibn Da6־d in die Sphäre des be- Abraham Ibn wussten Aristotelismus. Ihm, dem gelehrten Kenner der arabischen H60. Literatur, wird auch unsere Schrift yorgelegen haben, zu deren Benutzung und AnführPteLg fand er jedoch schon aus Abneigung gegen den besonders yon Ibn Gabirol her ihm verhassten 2) Neuplatonismus wenig Veranlassung. Gleichwohl ist es sehr wahrscheinlich, dass wir in der eigentümlichen Verwendung der Eins 3), Audi in den Ausfällen gegen die Mutakallimün erinnert z. B. p. 45 Z. 18 ff. in der Methode an Batlajusi p. 49. Vgl. jedoch meine Attributenlehre p. 268 n. 47. נ) Die Worte, die Ibn Zaddik p. 68 Z. 4 von Platon anführt : שלשה דברים הם נאים להמון שידעו אותם ויזיק להם אם לא ידעו אותם האהד מהם שיש לדברים ממציא והוא אהד ושכל הדברים תחת עזרתו ותהת מצותו והשני שהבורא ההוא לא יסתר ממנו דבר בין רב למעט והשלישי שלא יתרצה לאדם בהקריבו קרבנות אבל יתרצה בעשותו מעשים טובים sind ein Auszug des Citates p. 48 Z. 9 ff. bei Batlajusi aus Plato’s Buche נימוסים Die zwei ersten dieser als unbedingt wissenswert!! hingestellten Sätze hat au di Schahrastäni aufgenominen, der sie jedoch auf das Kürzeste zusammendrängt, JA+Jf uAx$ ed. Cureton p. 288: Jl*^ 0^ S. Haarbrücker, Schahrastani's Beligionspartheien und Philosophenschulen II, 125 : Es sagt Platon in seiner Schrift über die Gesetze, es gebe Dinge, welche nicht zu wissen dem Menschen nicht zieme; dazu gehöre, dass er einen Schöpfer habe, und dass sein Schöpfer seine Thaten kenne. Dieses Buch hat aber Ibn Zaddik selbstständig benutzt p. 51 Z. 18 v. u. אפלטון במנהגיו. Vgl. meine Attributenlehre p. 302 n. 138. Über das echte vgl. Steinschneider, zur pseudepngraphischen Literatur p. 54 n. 6—10. 2) Vgl. meine Attributenlehre p. 114 n. 26, 243 n. 238 und p. 504. 3) JEmunah ramah ed. Weil p. 48 Z. 11—12 scheint Ibn Daud die Äusserung Batlajüsi’s p. 33 Z. 19 ff. vorgeschwebt zu haben. Ibn Motot hat 3*