Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [3.] für das Schlujahr 1879-1880 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 30)
- Language
- German
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Werke des Mannes haben mich auf keinerlei Spur eines solchen Einflusses geleitet. Auch liegt sonst kein sicheres Zeugniss vor, das die Annahme einer Benutzung B.’s durch diesen hervorragenden Mathematiker und Astronomen ף rechtfertigen würde. Es ist lediglich die Vermuthung eines Yerschreihsels, das sich in die Abschrift* 2) eines Werkes von Jochanan Alemanno eingeschlichen zu haben scheint, was Abraham bar Chijja’s Erwähnung in dieser Übersicht begründen möge. Sein Name dürfte es nemlich sein, der sich in dem Chijja bar Abraham verbirgt, von welchem uns Alemanno eine beachtenswerthe Äusserung über die Allseele überliefert hat. Wiewohl Nichts im Wege steht, bei einem in Spanien lebenden, des xArabisclien 3) mächtigen Denker wie Abraham bar Chijja die Bekanntschaft mit der Schrift eines spanisch-arabischen Philosophen zu vermuthen, so entbehrt doch diese Annahme so lange jedes Grundes, als nicht aus Einem der Werke eben jenes Denkers diese Anführung Alemanno’s nachgewiesen ist. Wie es aber auch immer mit den Autor dieser Stelle sich verhalten möge, keine Spur von der Allseele oder anderen Lehren Batlajüsi’s zu enthalten. Die Äusserungen in der Encyclopädie über die Einheit hat bereits Stein- Schneider auf ihre Quelle im Nikomachus zurückgeführt H. B. VII. 86 u. 88. נ) Die erste Aufzählung und nähere Nach Weisung seiner Schriften verdanken wir Zunz in den additainenta zu Delitzsch’s Catalog der hebr. Handschriften der Leipziger Rathsbibliothek ad cod. XL. (Naumann, Catalogus librorum manuscriptorum in bibliotheca senatoria civitatis Lipsiensis p. 328). Die Identität Savosorda’s mit A. b. Ch. hat Stein- Schneider ins Licht gesetzt Serapeiim 1858 N1*. 3, les ouvrages clu prince Boncompagni!3. 5. und Polemische und apologetische Literatur in arab. Sprache p. 350. 2) Wie mir Steinschneider miigetheilt hat, ist die Ausgabe von Alemanno’s שער החשק (Livorno 1790) nicht bloss ״wahrscheinlich“ (Hebr. Bibi. 1862 p. *28), sondern ganz gewiss nach der in seinem Besitze befindlichen Handschrift durch Jakob Barucii veranstaltet worden. Es fällt, darum weniger schwer ins Gewicht, dass sowohl die Ausgabe f. 45b und f. 48a als auch die Handschrift f. 41a und 43a הייא בר׳ אברהם lesen. Es kann eben nur der Fehler der Einen Handschrift sein, wenn wir nicht gar ein Versehen Alemanno’s selber annnehmen wollen. 3) Dass Abraham b. Chijja die Literatur der Araber benutzte und daraus ins Hebräische zu übersetzen leicht bereit war, sagt er selbst ספר העבור ed. Filipovski p. 4—5. So erklärt er auch in seiner Encyclopädie, dass er aus arabischen Schriften übersetzt habe. Vgl. Steinschneider^ Mittheilungen Hebr. Bibi. VII, 85 und ZDMG. XVIII, 125 n. 11. Dass sein ספר הגיון הנפש vielleicht ursprünglich arabisch abgefasst war. habe ich, trotz der dagegen sprechenden Analogie seiner übrigen, hebräisch abgefassten Schriften, wegen der doppelten Übersetzung oder Bearbeitung, in der es sich findet, als Vermuthung ausgesprochen ZDMG. XXX, 363 n. 5.