Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [3.] für das Schlujahr 1879-1880 (1880)
- Date
- 1880-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
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bala1) einzufallen, gab es stets noch Denker, die dem strengen Aristotelismus sieb abwendeten, am in den Bannkreis des Platonismus zurückzukehren. Jedenfalls hängt die Erweiterung unserer Einsicht in die Erscheinungen der mittelalterlichen jüdischen Religionsphilosophie auf das Innigste mit der Kenntnis derjenigenBücher ודברי אפלטון רבו של ארסטו בספריו וחבוריו הם עמוקות ומשלים והם עוד מה שיספיק וספרי אפלטון כלם דברים קשים על דרך משל ולא יצטרך לו לאדם משכיל זולתם לפי אדם אליהם כי בבתבני] שספרי ארסטו תלמידו הם ארסטו די ואין לנו להתעסק שיספיקו על כל מה שהבר לפניהם. בספרי האנשים אשר היו לפניו. ') Jakob Ibn Nachmias in Constantinopel (s. Zunz, Zur Geschickte und Literatur p. 481 g.) scheint die Absicht gehabt zu haben, über die Harmonie zwischen den Ansichten des Kabbalisten Tsak Aschkenasi und denen Plato’s ein besonderes Buch zu schreiben, zu welchen! Zwecke er auch Josef Del Medigo aufgefordert hat, die griechischen Commentatoren des Plato für ihn zu übersetzen : והיה מהפאר להראות שהכמת הקבלה קרובה לפילופופיאה של אפלטון שדעותיו ישרים כי היה מהבר ספר בכוון ב׳ הדעות (J. Del Medigo, מצרף להכמה ed. Odessa p. ד)• Vgl. Geiger, Melo Chofnqjim p. XXXIII. Belehrend über die Anschauung eines jüdischen Anhängers Plato’s sind die Äusserungen J. Del Medigo’s a. a. 0. p. 84 : שקדומי הפילוסופים דברו יותר נכונה מארפטוט׳ למי שירד לסוה דעתם לא כמו שפירש דבריהם ארסטוט׳ שלא כיון אלא לגנותם כדי שיתפאר לבדו " ובפרט אפלטון רבו של ארסטוט׳ שדעותיו כמעט הן דעות חכמי ישראל ובכמה דברים נראה שדבר כפי המקובלים ובלשונם וכל עולה לא נמצאת בשפתיו ולמה לא נחזיק אנחנו בהם כי שלנו הם ומקדמונינו ירשום היונים ועד היום כמה וכמה מגדולי החכמים מחזיקים בדעות אפלטון ויש כתות גדולזת של תלמידים•" Die bekannte Fabel des Mittelalters von den jüdischen Lehrern Plato’s, auf die hier angespielt wird, hat wohl ihre sonderbarste Fassung in dem bei Nathan b. Samuel (1807) aufbewahrten Berichte gefunden (s. Schiller- Szinessy, Catdlogue of the hebrew manuscripts preserved in the TJniversity Library, Cambridge I, 191, 8), dass Jethro Plato gewesen sei, Moses also den Plato zum Schwiegervater gehabt habe. Ygl. meine Geschichte der Attributenlehre p. 216 n. 197. Die Übereinstimmung der älteren griechischen Philosophen mit der Kabbala hat auch Moses De Leon behauptet (Stein- Schneider, Jewish Literature p. 276 n. 25.). Wie sehr auch in der arabischen Mystik die Bedeutung Plato’s gefeiert wurde, zeigt z. B. die Äusserung AL-GiLi’s. eines muhammedanischen Mystikers aus dem XIV. Jahrhundert: ״Ich habe (bin) einmal dem Plato begegnet, den die unter die Ungläubigen zählen; ich sah, wie er die ganze Überwelt mit Licht erfüllte und mit Glanz; ich sah, wie er einen Platz einnahm, einen so hohen, wie ihn nur noch einer der Heiligen einnimmt“ (Goldziher in Geiger’s Jiiä. Zeitschrift XI, 70 n. 2).