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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 122

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 122 (sequence 138)
Language
German
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122 selben mehr oder weniger selbständig, sö) oder, er zog Sätze verschiedener Autoren zusammen. s6) Es hiesse den Rahmen dieser Arbeit überschreiten, wollten wir die Untersuchung über das Yerhältniss der Agada Raba’s zu der palästinensischen weiter führen; dieselbe gehört in den Zusammenhang einer besondern Erforschung der Aufnähme und Umgestaltung palästinensischer Agada in Babylonien nnd muss eingehende, auch in textkritische Einzelheiten sich einlassende Vergleichung der beiderseitigen Quellen zur Grundlage haben. 37) Für Raba steht es fest, dass er die. Aus- Sprüche palästinensischer Amoräer vielfach theils ohne weiters in seine Agada aufgenommen, 38) theils umgestaltet hat; sowie 35) Die Deutung zu 1,7 (מכלים שנים) ist in Estb. r. ähnlich, doch ohne die ״Himmelsstimme“, von Samuel b. Nachman. Die Botschaft. Vasthis an den König, zu 1,12, ist ausführlicher in Esth. r. und Abba Gor., wobei bemerkenswert]! ist, dass statt des römischen comes stabulati, Stallmeister, der palästinensischen Quellen, bei Raba das gleichbedeutende persische ächürjär (s. Fleischer in Levy’s TargumWörterbuch I, 418b) gesetzt ist. — Zu 1,13 erklärt in Esth. r. Simon die ״Zeitkundigen“ als die Söhne Jissachar’s, mit Hinweis auf I Chr. 12,33; Raba adoptirte dies, doch statt der Söhne Jissachar’s setzt er ״Gelehrte“ (רבנן) überhaupt (ebenso erklärte er zu 8,6 עם מרדכי mit רבנן, s. auch Joma 26a). — Das Zwiegespräch zwischen dem Könige und den Weisen, zu 1,13, ist mit wenig Änderungen auch in ־E. 1\, und ebenso die judenfeindliche Anklage Haman’s, zu 3,8. In letzterer hat Raba die den babylonischen Verhältnissen nicht entsprechende Beschuldigung, dass Israel d'e Feste der Völker, ״die Kalenden und Saturnalien“ nicht mitfeiert, “weggelassen. — Die Erwägungen des Königs zu 6,1, finden sich eben so in Abba Gorion (S. 15). 36) Zu 1,10 erklärt R., gleich Josua b. Levi in E. r., den ״siebenten Tag“ als den Sabbath; und daran knüpft er die Parallele zwischen den frommen und ernsten Gesprächen bei den Malzeiten der Juden und den von frivolen Reden begleiteten Qplagen der Heiden, welche in E. r. selbstständig von Aibo, in Abba Gor. von Aba hu mitgetheilt ist. 37) Hier sei noch darauf hingewiesen, dass die ausführlichen -Deutungen Raba’s zu Hohelied 7,2 (Chag. 8a) und 7,12,14 (Erubin 21Jd) anonym und wenig anders in Schir r. z. St. stehen. Der Gedanke, den Raba aus Kohel. 12,12 deducirt (Erubin 21b), wird von Dimi, Aboda za-ra 85a, auf Hohel. 1,2 gestützt. In Schir. r. z. St. wird er im Hamen Jochanans mitgetheilt. 38) Bei mehreren Sätzen ist angegeben, dass es zweifelhaft ist, ob sie

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