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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 120

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 120 (sequence 136)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122062--0136-3122366
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120 scher Midrasch zu einem biblischen Buche, merkwürdige Sammlung ihrem letzten Ursprünge nach auf Baba oder jedenfalls einen seiner Schüler zurückzuführen ist. ׳ Das Fragment einer ähnlichen Sammlung entdeckt man im letzten Abschnitte des Traktates Synhedrin. Dort wird die weitläufige agadische ,Erörterung über die nach der Mischna vom ewigen Leben Ausgeschlossenen plötzlich durch eine Reihe von Erläuterungen zum Buche der Klagelieder unterbrochen. 28) Auch hier folgen nach dem vorangestellten Schlagwort des Textes die daran sich knüpfenden Aussprüche, und zwar durchaus solche, die Raba im Namen Jochanan’s 29) vortrug. Das Fragment behandelt der Reihe nach die Verse 1, 2, 5, 12, 13, 15 des ersten Kapitels, geht zu v. 16, 17 des zweiten über 30) und schliesst mit einer Bemerkung zu 14,4 ,//ז; worauf ebenso unvermittelt, wie sie unterbrochen ward, die Verhandlung über die Mischna wieder aufgenommen wird. Es ist wahrscheinlich, dass hier nur der Anfang einer vollständigen Agadasammlung vorliegt, welche, analog der zu Esther, auf Vorträgen Raba’s zum Buche der Klagelieder beruht. 31) Welchen Werth Raba auf die agadischen Vorträge für das Volk gelegt hat, beweist sein Ausspruch über die Wichtigkeit derTheilnahme der ganzen Gemeinde, auch der Ungelehrten, an 28) Synh. 104a unt. Unmittelbar vorher ist die Ankündigung des baby- Ionischen Exils an König Chiskija (II Kön. 20,17,18) erwähnt. 29) אמר רבא אמר רבי יוחנן• Die Marginalglossen der Ausgaben emendiren durchweg רבא in רבה, weil man Rabba als angeblicnen Sch#- ler Jochanans für geeigneter hielt, dessen Sätze vorzutragen*S. oben, S. 100, A. 9. 30) Der Sammler sprang vom Buchstaben D des ersten Cap. sofort zu ע des zweiten über. 31) Ein grösseres Stück aus diesen Vorträgen findet sich Synh. 96b: eine längere aramäische Sage über Kebuzaradan's Metzeleien in Jerusalem und die blutige Rache für das unschuldig vergossene Blut Zacharia’s, angelehnt an ip 74 und Echa 1,3. Der letzte Theil dieser Sage findet sich anonym unter andern0 Sagen von der Zer- Störung Jerusalems in Gittin 57b oben. Vielleicht darf man hieraus schliessen, dass auch diese Sammlung von Agaden und Sagen über die Zerstörung (Gittin 55b — 58a), zu grossem Theile von Jochanan herrührend, ebenfalls auf Raba zurückzuführen ist,

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