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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 115

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 115 (sequence 131)
Language
German
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115 Audi sonst erinnert ihr anf persönlicher Freundschaft und geistiger Ebenbürtigkeit beruhendes Yerhältniss an das der Meister von Sura und Naliardea, und gleich diesen waren sie vermöge der Verschiedenheit ihrer Naturen und ihrer geistigen Richtung Rivalen. Es ist schon im vorhergehenden Abschnitte gezeigt, wie Abaji, obwohl gleichfalls Schüler Rabba’s und Theilnehmer Raba’s an der Ausbildung der talmudischen Dialektik, in dieser Hinsicht hinter dem Letzteren zurückstand und von der Rieh- *tung Josefs beeinflusst war. Als dieser starb, wurde dennoch Abaji sein Nachfolger, 7) und damals wol begründete Raba die Schule von Machuza, 8) welche nach Abaji’s Tode vollständig an die Stelle der Akademie von Pumbeditha trat und während Raba’s Lebenszeit der alleinige Sitz jüdischer Gelehrsamkeit in Babylonien wurde. Machuza, am Tigris gelegen 9),unweit vonKtesiphon, erscheint schon am Anfang des dritten Jahrhunderts als von einer reichen jüdischen Bevölkerung bewohnt, welche durch zahlreiche Proselyten sich sehr vermehrt. 10) Zu grösserer Bedeutung kam sie jedoch erst nach der Zerstörung Nahardea’s, und Raba endlich erhob seine Geburtsstadt, in der sein Vater Josef b. Chama durch Reichthum und Gelehrsamkeit hervorragte, zum geistigen Mittelpunkte des jüdischen Babyloniens. Seine Wirksamkeit bildet zugleich einen Knotenpunkt in der Entwickegemacht zu sein, sondern wirklich von Jehuda herzurühren, da er in drei verschiedenen, aber ganz übereinstimmenden Berichten von Ttabba (׳taan. 24a), Raba (Synh. 106b) und Papa (Berach. 20a) vorkömmt. 7) S. Horaj. Ende. 8) Vgl. oben S. 108, wie Adda b. Abba für die Schule Raba’s gegenüber der Abaji’s unter des Letztem Schülern Propaganda macht. Raba kam auch zu jener Zei* nach Pumbeditha, s. Aboda zara 58a, und Berach. 56a,* ihren Besuch beim Traumdeuter Bar Hedja, der Raba prophezeit, dass nach Abaji’s Tode die Methibta — Akademie — zu ihm (nach Machuza) kommen werde. — Auf die Rivalität zwischen Raba und Abaji weist auch die Erzählung in Taan. 21b f. hin. . 9) Efaba behauptete, dass die Machuzaner deshalb so soharfen Verstand haben, weil sie Tigriswasser trinken. Berach. 59b. *10) S. Grätz, G. d. J. IV, 275. Über den Reichthum der Machuzaner im fünften Jahrhundert s. Baba Kamina 119a unten. 8*

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