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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 104

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 104 (sequence 120)
Language
German
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104 Josef begnügte sieb indessen nicht mit der blossen Wiedergabe seiner Traditionen, sondern knüpfte an dieselbe Bernerkungen und Erläuterungen. Die Sage von Jochanan b. Zakkai, der von Vespasian sieb nichts Grösseres zu erbitten weiss als die Bewilligung in Jabne ein Lebrbaus zu gründen, begleitet er mit der vorwurfsvollen Bemerkung, es hätte sich an Jochanan das Wort erfüllt (Jesais 44,26), dass Gott zuweilen die Weisesten bethöre. 12) Jakob, der Enkel des berühmten Apostaten Elisa b. Abuja hatte aus den Verheissungen in Deuteron. 5,16 und 22,7 den Zusammenhang der treuen Geboteerfüllung mit dem ewigen Leben bewiesen; dazu Josef: hätte sein Grossvater, Acher, diese Bibelstellen so erklärt, er hätte nicht gesündigt! 13) Zu Bab’s Ausspruch, dass König Josia und der Vater des Jere־ mia b. Abba die grössten Büsser seien, setzt Josef hinzu, auch seine Zeit könne Jenen einen an die Seite stellen, den Exilareben Ukban b. Nechemia. 14) Josefs Lehrer Jehuda hatte die Jesaia 46,12 erwähnten ״Hartgesinnten“ auf die Bewohner der babylonischen Landschaft Gobia bezogen; dies sei, meinte Josef, auch damit bewiesen, dass niemals aus jener Gegend ein Proselyt hervorgehe. 15) Josef war sehr bibelfest, 16) eine Eigenschaft, welche man bei den Amoräern jener Zeit nicht ohne weiters voraussetzen muss. Daher liebte er es, Aussprüche Anderer mit biblischen Belegestellen zu versehen, 17) sowie bei verschiedenen Anlässen Sätze der heiligen Schrift in eigenthümlicher Anwendung zu 12) Gittin 56b. Bemerkungen Josef’s zu andern Sagen: Gittin 57a (auf Abaji’s Frage); Sabbath 53b; Pesach. 57b; Joma 53b; Ckullin 7a. 13) Kidd. 39b. Ebenso zur Erklärung des Menachem b. Jose zu Spr. 6,23 : hätten Doeg und Achitophel so erklärt, sie würden David nicht verfolgt haben. Sota 21a. 14) Sabb. 56b. S. Grätz, G. d. J. IV, 351. 15) Berach. 17b. 16) Auch im Buche Ben Sira’s war er bewandert, s. Synh. 100b. 17) Zu Eleazar b. Hyrkan’s Ansicht, dass dereinst die Heiden zur Proselytenschaft sich drängen werden, verweist er auf Zephanja 3,9, Aboda zara 24b. — Die von Simon dem Frommen herrührende Sage über David’s Tagesordnung begründet er biblisch, Synh. 16ab. — Mit Jesaia 1,9,10 begründet er eine Sentenz Jose b. Chanina’s, Ber. 19a. Ulla’s Erklärung des Wortes מור גיס (H Sam. 24,22) beweist er

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