Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 101 (sequence 117)
- Language
- German
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sehe Beschreibuiirg des über den Regen gesetzten Engels, 1s) der zwischen Himmel und Erde stehend der obem Flut gebietet, dass sie ihre Gewässer ergiesse, der untern — unterirdischen —, dass sie die ihrigen hervorsprudeln lasse. 14) 3 2. Josef. Den Gegensatz zwischen Rabba b. Nachmani und Josef b. Chijja haben schon die Zeitgenossen deutlich gekennzeiehnet, als nach dem Tode Jehuda’s die Wahl eines Nachfolgers zwischen den Beiden , als seinen ausgezeichnetsten Schülern schwankte und man in Palästina anfragte, ob man dem ״Sinai“ oder dem ״Bergeentwurzeler“ den Vorzug geben solle. J) Mit der letztem Bezeichnung 2) wurde Rabba charakterisirt, der mit Vgl. Pesadiim 58b. ההוא סבא ואיתמא רבה (zu Jeimda) אמר ליה בר בר חנא. 13) Dessen Name רידיא hängt, wie Kohut, Jüdische Angelologie S. 45, zeigt, mit der persischen Ardwi ^üra zusammen, der ״Göttin der irdischen und himmhschen Gewässer.“ Dem fremden Worte wurde nur nach dem aramäischep. Sprachgebrauche (vgl. Targ. zu Hiob 1,14 תורייא הואה רדיין) die Bedeutung ״der Pflüger“ gegeben, daher dem Träger dieses Namens die Gestalt eines Rindes, während Hohel. 2,12 תור — קול התור in der aramäischen Bedeutung genommen — als biblische Grundlage diente. Anders Kohut ib. S. 47. 14) Taan. 25b. Die Schilderung beginnt mit לדידי חזיא ליי , woraus man schliessen könnte, dass auch sie Rabba b. b. Chana angehört (S. S. 88, Anm. 8). Jedoch ist es wahrscheinlicher, dass es der in persischer Umgebung lebende Rabba b. Nachmani ist, der sie giebt, besonders da wir wissen, dass er die parsischen Anschauungen von * den Dämonen sich zu eigen gemacht hatte. S. Chullin 105b. l) Berach. 64a, Hör. 14a. 3) עוקר היים ist eine Abkürzung des Satzes, mit welchem Rabina die Lehrweise Me'ir’s und Ulla die Simon b. Lakisch’s kennzeichnete: כאלו עוקר הרים וטוחנן זה בזה , Synh. 24a. In eigentlichem Sinne finden wjr den Ausdruck in einer Simsonsage, tradirt von einem Schüler Jochanan’s (Sota 9b) ״Er entwurzelte die beiden Berge (עקרן, in Lev. r. c. 8 dafür נטל את ההיים) und rieb sie an einander.“ — Als man Josua b. Chan an ja etwas fragte, wobei er zwischen den Ansichten der Schulen Hillel und Schammai zu ent- •!scheiden hatte, sagte er (j. Jebam. 3a): ״Ihr bringet da meinen Kopf zwischen zwei Berge, die, ich fürchte, meinen Schädel zerschmettern könnten.“ Vielleicht bilden ,die Grundlage jener Sage sowol, als der erwähnten Ausdrücke die Mythen von den sym-