Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 116)
- Language
- German
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— 100 lehrers, der ebenfalls ein wenig produktiv^ Agadist war. 7) Rabba scheint aber überhaupt wenig Sinn für die agadische Sehriffcauslegung gehabt zu haben. Seine geistige Thätigkeit war auf die scharfsinnige Begründung der überlieferten Satzungen, die Ausgleichung der darin sich ergebenden Widersprüche gerichtet, sein Interesse wendete sich fast ausschliesslich dem halachischen Lehrstoffe zu, dessen entlegenste Gebiete er, wie er selbst yon sich aussagt, 8) in bis dahin nicht da gewesenem Masse beherrschte. — 70n einigen agadischen Sätzen Jochanans ist angegeben, dass sie Rabba überlieferte. 9) Wir hören auch yon erheiternden Sätzen, mit denen er seine Lehrvorträge einzuleiten pflegte, um die Hörer für den Ernst der Halacha vorzubereiten. 10) Dahin gehören wol seine poetischen und hyperbolischen Schilderungen der Meereswogen, die er Seefahrern nacherzählt, 11) seine Schilderung des ״alten Jerusalem“, die er von ״einem Greise“ vernommen hat, 12) sowie die phantasti- 7) S. oben 47. אני יחיד בנגעים אני יחיד באהלות ף Baoa mezia 86a; ואנן קא מתנינן בעוקצין תליסר מתיבתא Taan. 24a. *י) Es sind dies namentlich zwei Reihen von Sätzen: Synh. 104ab, über die Zerstörung Jerusalems und das Exil und Baba bathra 75ab> messianischen Inhaltes. In der ersten Reihe ist aber die verbürgtere Leseart רבא , während רבה Emendation ist, wahrscheinlich weil man Rabba, den angeblichen Schüler Jochanan’s für geeigneter hielt, dessen Sätze vorzutragen; möglich ist, dass auch in der andern Reihe רבה auf dieselbe Weise aus רבא entstanden ist. ״׳) Sabb. 30b מקמי דפתח להו לרבנן אמר מילתא דבדיחותא ובדחי רבנן •ולבסוף יתיב באימתא ופתח בשמעתתא אשתעו לי נחותי ימא (“ Baba bathra 73a. Doch es ist möglich, dass auch diese Schilderungen dem Rabba b. b. Chana angehören und בר בל הנא ausgefallen ist, wie denn im unmittelbar darauffolgenden Stück vom Gaukler in Maehuza (s. oben S. 88) die gewöhnliche Leseart רבה ist, während En Jakob רבה בב״ח hat; und die daran sich anschliessende Beschreibung des ״jungen Reem“ — die gewiss den Palästinenser Rabba b. b. Chana zum Autor hat, da Berg Tabor und Jordan ihren Hintergrund bilden — wird ebenfalls bloss mit אמר רבה eingeleitet, während die Parallelstelle, Zebachim 13 גb, das richtige אמר רבה בר בר הנא zeigt. 12) Baba bathra 75b אמר רבה אמר לי ההוא סבא לדידי חזי לי ירושלים קמייתא. Vielleicht ist der Greis kein Anderer, als Rabba b. b. Chana.