Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 115)
- Language
- German
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öd auftretende AngaBe * * 3) in Zusammenhang bringt, der palästinensiscbe Midrascb zu Genesis, sowie die andern Rabba genannten Agadasammlungen seien das Werk Rabba bar Nacbmani’s, 4) so ist das Unterstützung einer grundlosen Angabe mit einem ganz hinfälligen Beweismittel. 5) Wie wenig aber gerade Rabba bar Naehmani dazu geeignet ist, als Urheber eines agadisehen Werkes hingestelltzu werden, beweist nichts schlagender, als die verschwindende Geringfügigkeit seines eigenen agadisehen Nachlasses. Yon keinem babylonischen Amoräer, der hier in Betracht kommen kann, haben wir eine so geringe Anzahl von Schriftauslegungen, als von ihm. 6) Bei einem so gefeierten Lehrer, dessen halaehische Aussprüche in grosser Menge aufbewahrt wurden, ist das gewiss ein unwiderleglicher Beweis, dass Rabba’s Produktion auf diesem Gebiete eine verschwindend unbedeutende war. Es liegt nahe, hierbei an den Einfluss Jehuda’s zu denken, seines Hauptkam, liest man Sabb. 145b, und Bechorotb 17a giebt der aus Nahardea gekommene Oscb^ija dem nach Sura gebenden Rabba eine Frage an Huna mit.;1) Sefer Hakkabbala, ed. Prag 42b,והוא הבר בראשית רבה ושאר הרבות. Das von Neubauer (Oxford 1878) edirte aram. Buch Tobit wird in der Hs. als dem מדרש רבה דרבה entnommen bezeichnet. 4) S. Fürst a. a. 0. S. 392. 5) Die Hypothese, dass Rabba in Verbindung mit seinem Bruder Osehaja die genannte Agadasammlung anlegte, daher dieselbe auch nach *Letzterm genannt wird, braucht nicht besonders widerlegt zu werden« Das Richtige s. bei Zunz, Gottesdienstliche Vorträge, S. 176. 6) ,Die nachweisbaren Schriftauslegungen Rabba’s sind folgende: Aus Deut. 31,19 schliesst er, dass Jedermann verpflichtet ist, sich eine Thorarolle zu schreiben, Synh. 21b; aus Jesaia 58,13, dass der Sabbath auch dem Vergnügen gewidmet sein solle, Pesach. 68b. — Zu Jona 4,8 widerlegt er die Erklärung Jehuda’s von חרישית, Gittin 31b. Gegenüber piner Ansicht Ulla’s wendet er Spr. 19,21 an, Synh. 26b. Er deutet כומז, Num 31,50 (als Notarikon) gegenüber Josef, Sabb. 64a; mit demselben hat er (En Jakob Best רבה , nicht רבא) eine Gontroverse über Deut. 31,18, Chag. 5b. Deutung von Hohelied 5,11 , Erubin 22a. Anwendung von Spr. 16,18 auf Haman, Megilla lj5b; über ip 36,7 Arachin 8b. Die Deutungen von \p 49,14, Sabb. 31b, und Gen. 32,29 , Chullin 92a, sind nicht von Rabba, sondern von Raba, רבא , wie für die erstere Stelle aus Jalkpt (zu ip 49,14 und 73,4), für die zweite aus En Jakob ersichtlich ist. 7* 1 > > 1 §