Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 103)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3122061-3122062--0103-3122333- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
87 Tode Jochanan’s auf eine Zeit lang Palästina verliess. 6) Der Andere, aus Rab’s Familie stammend, war Schüler Jochanan’s, kehrte aber in seine Heimat zurück und darf unter die Amoräer derselben gezählt werden. Ihm, sowie einem andern Jünger Jochanan’s, Ulla fc. Ismael, gebührt in dieser Darstellung der Agada babylonischer Amoräer ein Platz, um so eher, als die palästinensischen Quellen keinen von den Beiden als Urheber agadischer Sätze namhaft machen. 1 1. Rabba bar bar Ghana. Abba, der Sohnessohn Chana’s, war Sohn Abba bar Ch ana's x) wurde aber, wahrscheinlich weil sein Name mit dem seines Vaters gleichlautend war, nicht nach diesem, sondern nach seinem Grossvater Chana, dem Bruder Chijja’s und Oheim Rab’s benannt. Nach längerem Aufenthalte in Palästina, kam er nach Babylonien, wo wir ihn sowol in Pumbeditha als in Sura antreffen. An erstermOrte wollte er Anfangs die Vorträge Jehuda’s nicht besuchen, * 2) wurde aber bald vertraut mit ihm und in schwierigen Fällen von ihm zu Rathe gezogen. 3) Als er einmal erkrankte, besuchen ihn Jehuda und dessen Schüler Rabba, um eine halachische Frage an ihn zu richten; plötzlich erscheint ein Geber — Feuerpriester — und löschte die Lampe aus. 4) Da rief Rabba b. b. Ch. schmerzlich aus: 0 Gott, entweder in deinem Schutze — lasse uns leben — oder mindestens in dem Schutze der Kinder Esau’s (der Römer)! 5) Doch lebte aus Dikduke Sofrim z. St. ersichtlich), eingeleitet mit den Worten אמר ליה רבה , also dem Chijja persönlich gemacht. 6) S. Frankel, ib. S. 82a, Grätz, G. d. J. IV2, 805. J) S. oben S. 7, Anm. 80. 2) Sabbath 148a. ־ 3) Einen Gelehrten, der in schlechtem Rufe wegen seines Lebenswan־ dels stand, wagte Jehuda nicht eher in den Bann zu thun, als bis ihm Rabba b. b. Ch. die Berechtigung dazu mit einem — agadisehen — Satze Jochanan’s he wies. Moed Kat. 17 a. 4/ Es war nämlich ein Feiertag des Ormuzd, an dem bei Juden kein Feuer geduldet wurde. S. Grätz, G. d. J. IV2, S. 292. 5) Gittin 16b f. Grätz , a. a. 0. S. 298, einendirt hier Rabba bar bar Ch. in R. bar Ch., aber mit Unrecht; denn die Besucher sind