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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 77

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 77 (sequence 93)
Language
German
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77 während SchaBcheth vor der scharfsinnigen Diseussionsweise Ohisda’s 5).bangte. Der Gegensatz zwischen den beiden Gelehr־ ten 6) erstreckt sich auch auf ihr Yerhältniss zur Agada. Während Chisda dieselbe mit Eifer und Erfolg pflegte, hat Schescheth auf ° diesem Gebiete fast nichts geleistet, und er gestand selbst seine Unzulänglichkeit nach dieser Seite. Ghana b. Bizna 7) hatte nämlich eine Erklärung Simon’s des Frommen 8) zu Zach. 5) ״ .מפלפוליה דרב חסדאPilpul“ ist ein Ausdruck, den Chisda selbst gebraucht, Nedarim 38a, wo er die Ansicht Jose b. Chanina’s, ,die Thora wäre ursprünglich nur für Mose und seine Nachkommen geschrieben worden, er habe sie aber aus freien Stücken Israel gegeben (nach Exod. 84,27), durch Hinweis auf Deut. 31,19 — כתבו לכם — widerlegt und dazu bemerkt אלא פלפולא בעלמא. Das bedeutet wahrscheinlich, obwol die Commentare eine andere Erklärung geben, nichts anderes, als dass jene Ansicht bloss eine auf scharfsinniger Anwendung der Bibeistelle beruhende, sonst aber unbegründete Behauptung ist. 6) Die sich übrigens gegenseitig hochachteten, s. Berach. 47b, Megilla 28b. Sie reisen zusammen, Berach. 30a und sind zusammen beim Exilarchen, G-ittin 67b. S. auch Joma 49a. 7) Derselbe wird als Richter in Pumbeditha genannt, Baba Kamma 12a. Vgl. noch Aboda zara 29a. 8) ר׳ שמעון הסידא. Dieser Simon, von dem Zeit und Lebensumstände unbekannt sind, war ein Tannait; denn er kömmt auch in Barajthas vor, als ר׳ שמעון החסיד , Chag. 13b, Sota 10a, Chullin 127a. Was ausserdem im babylonischen Talmud von ihm erhalten ist — im jerusalemischen findet sich Halachisch.es, Berach. 10b, Maasseroth 48d — ist fast durchaus von Chana b. Bizna tradirt (Berach. 3b ist .חנז zu אחא , Jebam. 60b zu הונא corrumpirt). Diese Aussprüche, , alle agadisch, zeigen eine zum Wunderbaren und Mystischen neigende Richtung, welche seinen Beinamen ״der Fromme“ rechtfertigt: Wer betet muss eine Haltung annehmen, als ob Gottes Herrlichkeit unmittelbar vor ihm stünde, nach y 168י , Synh. 22a. <4 — Josef, der Gottes Namen nur im Geheimen geheiligt hat, bekam einen Buchstaben aus öem Namen Gottes dem seinen zugesetzt (81,6 , יהוסף), Juda, der es öffentlich that (Gen. 38,26) wurde mit allen Buchstaben des Gottesnamens benannt (da in יהודה das Tetragrammaton enthalten ist), Sota 10b. 36b. — Zu Ezech. 10,7: Wenn die Gluthkohle, ׳die der Cherub dem Engel Gabriel reichte, nicht abgekühlt wäre (d. h. wenn Gottes Verhängniss vollständig ausgeführt worden wäre), so wäre von Israel kein Überrest geblieben. Joma 77a. — Vgl. noch zu Hiob. 22,16, Allegorie über die Frechen aller Zeitalter, Chag. 13b f.; über David’s Aeolsharfe, Berach. 3b; $

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