Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 90)
- Language
- German
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— 74 bekömmt er zuerst seinen Lohn. 22) Jerusalem wurde zerstört, weil dort die Schulkinder nicht zum Lernen angehalten wurden.23) Die ersten Worte, die man das Kind lehre, seien der Satz Deut. 33,4 : ״Lehre hat uns Mose geboten, als Erbe für die Gemeinde JakoVs.“ — 24) Von Hamnuna sind ^och manche andere agadische Sätze verschiedenen Inhaltes geblieben, welche beweisen, dass er, vielleicht durch Chisda angeregt, mit Vorliebe Schriftauslegung pflegte. 25) Auch der Exilarch wandte sich einmal mit der Frage nach dem Sinne einer Bibelstelle an ihn. 26) — Von Adda b. Ahaba, berühmt durch sein hohes Alter und seine von Rab und Huna hochgeschätzte Frömmigkeit, 27) wissen wir, dass er mit Hamnuna agadische Controversen hatte, indem berichtet wird, es hätte über das Vertreiben Adam’s aus 23) Nach y 105,44 f. Kidd. 40b. 23) Nach Jerem. 6,11 (״ :על עולל בחוץwegen der Kinder, die müssig auf den Gassen sind“). Sabb. 119b. 24) So erklärt er nämlich die Vorschrift der Barajtha (Tos. Chag. c. I), dass der Vater die Pflicht hat, sein Kind, sobald es sprechen kann, ״Thora“ zu lehren Sukka 42a. (Ibn Ganäch citirt die Bar. demgemäss, Sefer Harikma s. iv:יודע לדבר אביו חייב ללמדו שמע ותורה צוה לנו ולשון הקדש)• In gleichem Sinne sagte Hamnuna, als man ihm erzählte, Ammi habe 400mal die Thora geschrieben, dies sei gewiss von jenem mit ״Thora“ beginnenden Satze zu verstehen. Baba bathra 14a. In demselben Satze fand Hamnuna auch den Beweis für die 618 Gebote, welche nach Schamlai im Pentateuch enthalten sind, da das Wort תורה nach dem Zahlenwerth seiner Buchstaben 611 bedeutet, die ersten zwei der zehn Gebote aber nicht Moses, sondern unmittelbar Gott geboten habe. Makkoth 23b. 25) Drei dieser Sätze tradirt der sonst nicht bekannte Salla, zwei über die Frechheit, nach Jerem. 8,3, Taan. 7b, und einen, der in drastisehen Ausdrücken Gottes Missfallen an dem, der ein unwürdiges Weib nimmt, umschreibt, Kidd. 70a (Hamnuna selbst blieb lange unverheiratet Kidd. 29b). — Über Chiskija und Jesaia nach Kohel. 8,1 , Berach. 10a; über Salomo’s Gelehrsamkeit zu I Kön. 5,12, Erubin 21b; über den Stamm Levi zu Num. 14,29, Baba bathra 121b; zu Hiob 8,25, Berach. 60a; Hiob 20,22, Sota 9a; Hiob 88,25 Nedar. 41a. — Zu V73,5 ׳ findet sich in Lev. r. c. 17 Anf. eine Bemerkung Hamnuna’s. 26) Jesaia 58,13 Sabb. 119a. 27) Taan. 20b. Vgl. Berach. 20a. Er wurde angeblich am Todestage des Patriarchen Jehuda I. geboren, Gen. r. c. 58, Anf.