Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 78)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3122061-3122062--0078-3122308- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
62 rika,ö) bezeichnet sie als die ״Frommen Babyloniens“, und erzählt, sie hätten, wenn die Welt sehr von Regenmangel bedrängt war, gemeinschaftlich Fasten angeordnet und gebetet. 7) Einst befanden sich beide beim Exilarchen; derselbe fragte Huna, aus welehern Grunde seit der Zerstörung der Hochzeitskranz verboten sei. Huna erwiederte, das Verbot sei rabbinisch und verwies auf den Schluss des Mischnatractates Sota. Als er auf eine Weile hinausging, sagte Chisda dem Exilarchen, das Verbot sei auch biblisch begründet, und zwar mit Ezechiel 21,31.8) Als Huna dies nachher vernahm, sagte er: ״Bei Gott, das Verbot ist bloss*rabbinisch; aber wie dein Name ״Huld“ ist, so sind auch deine Worte״ hold.“ 9) Seinen SohnRabba 10) hieltHuna zu fleissigem Verkehre mit Chisda an, von dessen Scharfsinn er Nutzen ziehen könne.1r) Rabba, der wahre Frömmigkeit 12) mit echter Be- 6) S. oben S. 57, Anm. 23. 7) Taan. 23b. 8) Die Worte הסר המצנפת והרם העטרה erklärt er so: Nachdem der hohepriesteiiiche Kopfbund (s. Exod. 28,39) genommen ist, sei auch der Kranz beseitigt. Gittin 7a. האלהים מדרבנן אלא חסדא שמך וחסדאין מילך ף. — in Ruth rabba, Abschn. 3, Anf., fragt der Exilarch Chisda nach dem Sinne der angeführten Worte in Jecheskel und erhält eine — von der des Talmud verschiedene — Deutung, die er mit den Worten lobt: את חסד ומה לך (ומילך .1) חסד. Dass der Exilarch Huna (רב הונא) genannt ,wird, ist wol Rest der ursprünglichen Erzählung, in der Huna vorkam. — Noch anders lautet die Erz. in j. Sota Ende (74c), wo der Exilarch Chisda nach dem Sinne der Stelle fragen lässt. Als R. Jochanan in Palästina die Antwort Chisda’s vernahm, sagte er הוא חסד ומילוי חסד.,-Es braucht nicht betont zu weroen, dass der babyl. Talmud den ursprünglichen Vorgang erhalten hat. 10) רבה בר רב הונא. Fürst hält ihn für den Sohn eines Exilarchen Huna Mare (Literaturbl. des Orients, 1847, S. 132); doch hat schon Heilprin (Seder Haddor. II, 66b) genügend bewiesen, dass er der Sohn des Schulhauptes Huna war. Indessen hat auch Heilprin das Versehen begangen, אבא מרי Grittin 29b unt. und 76b als nomen proprium zu nehmen, an Stellen, wo Rabba seinen Vater so anführt ,,mein Vater und Lehrer“ (= hebr. אבי מורי), Seder Hadd. s. v. מרי 53b. — Vgl. hiezu Synh. 5a. ") Sabb. 82a. 12) Er lehrte (Sabb. 31a b): ״Ein Mensch, in dem nur Gesetzeskunde, aber keine Gottesfurcht ist, gleicht einem Schatzmeister, dem man