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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 56

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 56 (sequence 72)
Language
German
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56 der Frage ״Was bedeutet dies, was geschrieben ist?“ seine Deutung anknüpffc, sei es endlich, dass er den Widerspruch zwischen zwei Stellen der heiligen Schrift auszugleichen sucht.1s) Die letztgenannte Form der Auslegung, 14) beißab noch selten, findet sich bei Huna schon häufiger und er befolgt in der Lösung der Widersprüche consequent die Methode, dieselben durch den angenommenen Unterschied in der Zeit zu rechtfertigen. 15) Was den Inhalt seiner Sätze betrifft, so bezieht sich ein beträchtlicher Theil derselben, wie schon die bisher angeführten zeigen, auf das Studium der Lehre. ״An wem Gott Wohlgefallen hat — so folgert er aus Jesaia 53,10 — den beugt er durch Heimsuchungen, die aber nur dann wirksam sind, wenn sie mit Bewusstsein und Hingebung aufgenommen werden. Wer dies thut, dem erspriesst nicht nur irdisches Heil, sondern auch sein Studium ist ein erfolgreiches.“ 16) — ״Wer yon Gott heimgesucht wird, der prüfe sein Leben; findet er die Schuld, so thue er Busse, 17) wo nicht, so muss er die Ursache in der Yernachlässigung des Thorastudiums erblicken; 18) wenn er auch dieser sich nicht bewusst ist, so erkenne er die in der Heimsuchung sich offenbarende göttliche Liebe.“ 19) — Wer das Wissen in ungeordneten Massen sich aneignet, dem verringert es sich; wer es allmälig und behutsam erwirbt, der mehrt es wirklich. 20) In yj 6.8,11 ״findet er die Andeutung, dass nur was 13) Es sind dies die drei Hauptformen der Rab’schen Agada; s. S. 30. 14) Mit dem Terminus .רמי 5נ) Zu 11 Sam. 7,10 und 1 ehr. 17,10 (בתחלה לענותו ולבסוף לכלותו), Beracii. 7b; zu Hosea 4,12 und 5,4 (בתהלה התעה ולבסוף בקרבם), Sukka 52b 5 zu y 145,17 (בתחלה צדיק ולבסוף חסיד), Rösch Hasch. 17b; vgl. noch Aboda zara 44a, zu II Sam. 5,21 und I Chr. 14,12.— Eine beliebte Auskunft der Agada, um einen im Satze selbst hervortretenden Widerspruch zu beseitigen, wendet er zu Kohel. 11,9 an, wo er erklärt, die ersten Worte ״Freue di eh Jüngling u. s. w.‘; spreche der böse Trieb, die Schlussworte ״Aber wisse, dass Gott dich ins Gericht führt!“ seien Mahnung des guten Triebes. Sabb. 68b. 16) Berach. 5a. 17) Nach Echa 3,40. 18) Nach y 94,12. 19) Berach. 5a. 20) Nach Spr. 13,11 , wo ׳> הבלmit חבילה חבל identificirt wird. Erubin 54b.

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