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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 49

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 49 (sequence 65)
Language
German
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- 4Ö ter — 116,9 — zu leben wünscht, sind Orte mit gut versehenem Lebensmittelmarkte. 8) Das Gebet des Hohepriesters am Versöhnungstage schloss — nach Jehuda — mit den Worten: ״Nicht weiche ein Ausüber der Herrschaft vom Hause Juda’s; nicht seien die Söhne deines Volkes genötigt, von einander sich zu nähren, und *nicht lasse das Gebet der Reisenden — gegen den Regen — vor dich kommen!“ 9) Jehuda pflegte auch das Dankgebet anzuführen, welches sein Vater Jecheskel über den Regen sprach. 10) Die von ihm bei anhaltendem Regenmangel angeordneten Fasten hatten, wie man nachher rühmte, immer Erfolg. u) Sein Schüler und Nachfolger Rabba b. Nachmani, dem seine Mitbürger dem gegenüber die Erfolglosigkeit des eigenen Fastengebetes vorhielten, schob die Schuld auf die Gesunkenheit und Unwürdigkeit der Zeit, während der Eifer und der Umfang des Studiums grösser sei, als zur Zeit Jehuda’s. 12) Rabba’s Neffe und Schüler Abaji findet die Ursache in dem grössere Aufopferungsmute jener Zeit 1s); dessen College endlich, Raba, löst den Widerspruch zwischen der grossem Gelehrsamkeit und der geringem Gunst vor Gott so, dass er ausspricht, ״Gott verlangt vor Allem Herz“, d. h. wahre Herzensfrömmigkeit. 14) Von Jehuda’s innerlicher Frömmigkeit giebt in der That sein Ausspruch über die Gottesfurcht Kunde: ״Gott hat seine Welt nur erschaffen, damit man ihn fürchte.“ 15) 8) Joma 71a. 9) Joma 53b, Taan. 24b. In jer. Joma 42b ist als Schluss des anonym mitgetkeilten und langem Gebetes des Hohenpriesters auch der Zusatz Jehuda’s zu lesen. lü) Nur in palästinensischen Quellen: jer. Berach. 14a ob., Taan. 64b. Genesis r. c. 13 g, Ende. Jecheskel war ein durch fromme Handlungen ausgezeichneter Mann — בעל מעשים —, dem selbst Samuel Achtung bezeigte (Kidd. 33b). u) Jehuda liebte auch in andern Fällen Fasten anzuordnen, so wegen Heuschreckennot (Taan. 21b) und wegen unter Thieren wllthender Seuche, die leicht auf die Menschen übergehen könnte (ib.). 12) Taan. 24a. 13) Berach. 20a. 14) רחמנא ליבא בעי Synhedrin 106b. 15) Sabb. 31b, nach Koheleth 3,14. Besser ausgedrückt dasselbe in Kohel. r. z. St.: ״R. Judan sagte : Gross ist die Gottesfurcht, denn Himmel und Erde wurden nur um ihrer willen geschaffen.“ 4

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