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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 48

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 48 (sequence 64)
Language
German
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IRI
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— 48 — er einmal *); ein anderes Mal: ״Gross ist der Tag des Regengusses, gleich dem Tage, an welchem die Lehre gegeben wurde.“ * 2) ״Für die dreizehn göttlichen Eigenschaften ist das Bündniss geschlossen, dass die Berufung auf sie — im Fastengebete — niemals eine vergebliche ist.“ 3) Hieher gehören auch die zum Theil auf Bibelsätzen beruhenden Ausspräche über Wind und Regen, 4 5 6) sowie diejenigen, welche die Schwierigkeit, den Lebensunterhalt zu erlangen, zum Gegenstände haben. ״Komm’ und sieh, wie schwer ist die Ernährung des Menschen, wenn um ihretwillen sogar die Naturgesetze °) geändert werden!“ ö) ״Sehr behutsam verfahre der Mensch mit dem in seinem Hause befindlichen Getreidevorrathe, denn der Mangel daran ist die gewöhnliche Veranlassung der Zwistigkeit im Hause.“ 7) Die ״Länder des Lebens“,in denen derPsalmendich- 0 מיטרא בעלה דארעא Mit Benützung von Jesaia 57,10. Taanitli 6b. In demselben Sinne sagt (ib.) Chisda: ״Wohl dem Jahre, das wohl verwittwet ist — in dem nicht zu reichlich Regen fällt. — טבא לשתא דטבא ארמלתא. — Mit diesem Bilde hängt keineswegs, wie Levy, Neuh. und Chald. Wörterbuch I, 248a will, der Mischnaausdruck בית הבעל , שדה הבעל (vom Regen bewässertes Feld) zusammen; vielmehr ist dieser Ausdruck, sowie auch ערבה של בעל — die auf solchem Felde wachsende Weide, — Überrest der altheidnischen Redeweise, wie sie bis auf den heutigen Tag sich 111 Syrien erhalten hat. Wetzstein berichtet nämlich (Zeitschrift der D. M. Gr. Bd. XI, S. 489): ״Alles Land, das von keines Menschen Hand bewässert, von keiner Quelle berieselt werden kann, das seine Nahrung nur vom Himmel bekommt, heisst Land des Baal — ar. \j0pt— und alle Bäume, Früchte, Getreidearten und Kräuter, welche daselbst wachsen, tragen seinen Namen.“ Ygl. Deuteron, 11,10—11. S. auch Lagarde, Semitica I, 8. 2) Nach Deut. 82,2, Taan. 7a. 3) Nach Exod. 84,10, Rosch Hasch. 17b. 4) S. Taan. 3b zu Deut. 28,24; ib. 9b zu Zachar. 10,1; Gittin 31b zu Jona 4,8. An letzterer Stelle wird חרישית von הלש , pflügen, abgeleitet und als der Sturm erklärt, der das Meer pflügt, d. 11. im Meere Furchen zieht. 5) Eigentlich ״Ordnungen der Schöpfung“ סדרי בראשית. 6) Dieser Ausruf ist Schlussanwendung einer der Barajtha nacherzählten Geschichte von einem Manne, dem in höchster Noth die Fähigkeit ward, sein der Mutter beraubtes Kind selbst zu säugen Sabb. 53b. 7) Nach einer witzigen Deutung von ip 147,14. Baba Mezia 59a.

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