Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 54)
- Language
- German
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38 — Mehrzahl dieser einander gegenüberstehenden Erklärungen 28) das Charakteristische ist, besteht in Folgendem: sie gehen von derselben Grundansicht aus, auf der als gemeinschaftlicher Grundlage die entgegengesetzten Deutungen sich erheben. Wenn, zum Beispiel, Rab den Hathach für identisch mit Daniel erklärt, 29) so thut dies auch Samuel, aber er giebt eine andere Etymologie des erstem Namens. Yon der Annahme aus, dass Achan (Josua 7) mit Zimri (I Chr. 2,6) dieselbe Person ist, erklärt dann Rab Achan für den eigentlichen Namen und allegorisirt den andern, Samuel verfährt umgekehrt.s0) Das Wort תו, Ez6ch. 9,4, erklären beide als den Namen des letzten Buchstaben des Alphabets; nur bedeutet es für Rab ein anderes mit diesem Buchstaben beginnendes Wort, als für Samuel. 31) Dass der Name des Königs Achaschwerosch symbolisch zu deuten sei, darin stimmen sie überein, doch thun es Beide verschieden. 32) Die geheimnissvolle Inschrift Belsazar’s war auch nach Samuel eine Art Chiffreschriffc durch Buchstabentausch, aber in anderer Art , als nach Rab. 33) Dass in Exod. 1,15 Frauen aus Moses 3ei einigen der Controversen wird angegeben, dass man sie auch von Jochanan und Eleazar, also jüngeren Zeitgenossen überlieferte. So Berach. 17a, ib. 17b, Baba bathra Ba b. 28) Und das gilt nicht bloss für Rab und Samuel. 29) S. oben S. 14. 30) Synh. 44b. Ähnliche Fälle: Nimrod und Amraphel Erubin 58a.; Pithomund Raamses, Exod. 1,11, Sota 11a; Schobach, II Sam. 10,16,18, und Schophach, I Chr. 19,16, Sota 42b; Harapha, II Sam. 21,18 und Orpa, Ruth 1,4, Sota, ib.; Machlon und Kiljon, Ruth 1,2 identisch mit Joasch und Saraph, I Chron. 4,22, Baba bathra 91b. 31) Sabb. 55a, vgl. Echa rabba zu 2,1. 32) S. S. 30, Anm. 197. Vgl. Pesach. 87b zu dem vom Propheten selbst symbolisch gebrauchten Namen גמר בת דבלים (Hosea 1,3). 33) S. oben S. 30, Anm. 198. Nach Samuel waren die 15 Buchstaben der Worte מנא מנא תקל ופרסץ so versetzt, dass drei Gruppen zu fünf Buchstaben entstanden: ממתוס ננקפי אאלרן. Ganz so lautet auch die Annahme Chijjas in Schir r. zu 3,4, wo die Ansicht Rab’s dem Simon b. Chalafta zugeschrieben ist. Vielleicht muss man hier die Namen wechseln und dem Chijja die Ansicht seines Neffen Rab geben. Dafür spricht auch, dass von Chijja ausdrücklich erwähnt wird, dass er solche Buchstabentausche nach der Art des Ath Basch anzuwenden pflegte. Zum Worte מנון Prov. 29,21 wird