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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1878-01-01 · [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878) · p. Seite 21

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
Date
1878-01-01
Page
Seite 21 (sequence 37)
Language
German
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21 Von den Aussprüchen Rab’s über die in das Gebiet der Geheimlehre hinüberspielenden Probleme der Agada sind, wie das auch selbstverständlich ist, nur wenige noch erhalten. Hieher gehört sein Satz von den 50 Pforten der Erkenntniss, die dem Moses mit Ausnahme einer einzigen offen waren 126), hieher seine allegorischen Sätze über die Engelwesen, deren oberster Fürst Michael, am ewigen Himmelsaltare steht und opfert, 127) die in drei Abtheilungen täglich Gottes Lob singen, 128) die aus dem ״Feuerstrom“ hervorgehen, um bald ihr Dasein zu enden, 129) mit denen Gott vor der Schöpfung des Menschen berathen hat.1s0) Uber die Natur haben wir einige Sätze von Rah, die zeigen, dass er ihre Erscheinungen zum Gegenstände tieferer Betrachtung und agadischer Darstellung zu machen liebte. Wie ein Stück Naturphilosophie klingt folgendes: ״Alles in Gottes Schöpfung ist männlich und weiblich geschaffen.“ ls1) DieTeleologie in der Natur drückt Rab so aus: ״Alles was Gott erschaffen hat, ist zu einem bestimmten Zwecke da.“ 132) Er giebt eine ähnliche Erklärung des 42buchstabigen Gottesnamens versucht, indem er sie mit den zehn Wörtern, welche die Sefiroth bezeichnen identificirt. Indessen muss er, abgesehen von der Unzukömmlichkeit, die so spät auftretenden Sefiroth zur Erklärung eines talin. Satzes zu benützen, zu gezwungenen Mitteln Zuflucht nehmen, um die 42 Buchstaben zu erhalten. 126) S. oben S. 12. 127) MenachothllOa; vgl.Chagiga 12b.Dies erinnert an Philo, dessen Logos der Hohepriester ist, welcher Fürbitte für die Welt bei Gott einlegt. 128) Chullin 91b. 129) S. oben S. 17, Anm. 108. 130) Synh. 88b. Denselben Gedanken hat in anderer, weniger phantasier voller Form ausgeführt Chanina in Gen. r. c. 8. 13*) B. bathra 74b. Dazu ein eigentümlicher allegorischer Mythos vom Leviathan. 132) Sabb. 77b. Dazu einige Beispiele aus der Welt der scheinbar nutzlosen, ja lästigen Thiere, deren Spitze sich vielleicht gegen die Zendreligion richtet, nach der die schädlichen Thiere nicht Ge~ schöpfe des guten Gottes sind, sondern Ahrimans und sie zu tödten Verdienst ist. — Was Rab, Chag. 5a, vom Bisse der Wespe und ו | des Skorpions sagt, das findet eine gute Analogie in einem bedui-; nischen Spruche, den Damiri (Zoologie, ed. Kairo II. Bd. S. 169) mittheilt: Zwischen dem Bisse des ^Skorpions und der Wespe ist kein Unterschied,

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