Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [1.] für das Schlujahr 1877-1878 (1878)
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 19)
- Language
- German
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Nur aus der mündlichen Überlieferung seiner zahlreichen Schüler kam den spätem Geschlechtern die Kenntniss seiner Ausspräche, bis sie mit dem übrigen Traditionsstoffe schriftlich fixirt wurden. In erster Reihe ist Je hu da zu nennen, der scharfsinnige und fleissige Hörer Rab’s sowohl als Samuels, der in unvergleichlieh überwiegender Häufigkeit als Tradent der Ansichten seines Meisters yorkommt. Ausser ihm sind es namentlich folgende Amoräer, denen die Erhaltung Rab’scher Sätze zu verdanken ist: Giddel 8) (Sabb. 30b, Nedar. 8a, Menach. 30a), Huna, der zweite Nachfolger Rab’s an der Akademie von Sura 9), Zutra 10) b. Tobijja (Berach. 43b, Ghagiga 12a, 13b), Chijja b. Aschi 1r) (Ber. 40a, 64a, Erubin 65a, j. Taanit 69c), Chama b. Goria 12) (Sabb. 10b); Moed. K. 12a, Taan. 27a), Chanan b. Abba 1s) (Rosch Hasch. 31a, Baba bathra 25a, 91a b, Chullin schätzte ihn wegen seiner Gelehrsamkeit, Eleazar, der Sohn Simon b. Jochai’s wegen seiner Frömmigkeit, Sabb. 81b. — Es ist übrigens bemerkenswert, dass der in jenem ״Agada-Buche“ gefundene Ausspruch nach Gen. r. c. 84 von Chanina, einem andern Jünger Rabbi’s, tradirt wurde, aber, wie die Vergleichung zeigt, mit wenig Genauigkeit. 8) So ist גידל zu sprechen nach Ezra 2,47, Nehemia 7,49,58. 9) In Joma 87a tradirt er im Namen Rab’s: ״Wer eine Sünde zu wiederholten Malen begangen hat, den möchte sie bald als erlaubt bedünken“. Dieser Satz wird noch an vielen Stellen gebracht, aber stets als von Huna selbst herrührend. Es ist das eine vielfach vorkommende und wohl zu beachtende Erscheinung in der Traditionsliteratur, das der Name des Tradenten den des Urhebers verdrängt. Nach Huna erscheint als zweiter Tradent besonders Abba (Baba mezia 107a, Jebam. 98a; j. Jebam 9d); oft aber fällt Huna’s Name weg und Abba erscheint als unmittelbarer Überlieferer von Sätzen Rab’s. S. Frankel, Einleitung in den jerusal. Talmud, 65b. Doch scheint Abba auch Rab selbst gehört zu haben. Derselbe war noch Schüler Jehuda’s und tradirte in Palästina, wohin er sich gegen des Letztem Willen begab (Berach. 24b), häufig seine Sätze, Frankel, ib. S. 91a. 10) Für רב זוטרא steht zuweilen irrthümiich מר זוטרא♦ M) Er unterrichtete Rab’s Sohn, Chijja, Erubin 47a. 12) S. Frankel 1.1. S. 85b. Für גוריא steht in palästinensischen Quellen auch גלריון : j. Sabbath lld, Esther i^ibba zu 1,11 und 2,7. 13) Auch רב הנן בר רבא oder בר רבה♦ Derselbe war Schwiegersohn 1*