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Die Freistatt · 1914-07-01 · Heft 4 (Juli 1914) · p. 239

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Journal
Die Freistatt
Volume
2 (1914)
Issue
Heft 4 (Juli 1914)
Article
Von der literarischen Kritik in der ostjüdischen Literatur
Date
1914-07-01
Page
239 (sequence 5)
Language
German
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J, A. Loub<st*ki, Von der lhm&ri$%hm Kritik in d«r mtju&imhm Litor&tur t*i§ umimiUHmiiimimmünmimimimmmiiiiinnilim II Der dritte kleine Band von Baal Machachuwes Schriften enthält 182 Seiten und ist in vier Abteilungen geschieden: Kritische Artikel» literarische Gespräche, Notizen eines Kritikers, Gedanken und Striche. Die Namensgebung für diese vier Abteilungen ist ganz willkürlich und aus der Luft gegriffen. Sie sagen uns nichts über den Inhalt und das Kolorit dieser Sachen. Man könnte ebenso gut die N amen vertauschen, die »Kritischen Artikel« »Literarische Gespräche «, die »Literarischen Gespräche« »Notizen eines Kritikers« u. s* w. nennen, ohne daß diese Arbeiten an Wert gewonnen oder verloren hätten. Die »Kritischen Artikel* beginnen mit einer Untersuchung über die Kleinstadt in der jüdischen Literatur. Jedoch nicht über die Stellung des Städtchens im gesamten jüdischen Schrifttume, sondern nur bei den drei Schriftstellern Perez, Asch und AVeißenberg. * Gewiß, gibt Baal Machschuwes zu, sind auch die Städtchen von Abramowitsch, Schülern Aleichem und Reisen interessant und originell.« In den drei Städchen von Perez, Asch und Weißenberg jedoch findet er etwas, das uns ein neues Verhältnis zeigt und uns ungewollt den baldigen Untergang dieses Städtchentyps voraussagt. Dieser kritische Artikel ist eine publizistische Studie über eine gesellschaftliche Erscheinung oder richtiger gesagt über ein Milieu, das die erwähnten drei Schriftsteller für ihre Werke gewählt haben. Aber auch als publizistische Arbeit ist diese Abhandlung zu wenig logisch und viel zu verschwommen in Bildern gehalten, und um als Stimmungsbild gelten zu können, der Ton zu sehr professoral. Baal Machschuwes will dem jüdischen Städtchen in Rußland die letzte Grabrede halten, da es im Versinken begriffen ist. Zumindest will er das in der jüdischen Literatur herausspüren. Und zieht nun die Totenpredigt über einige Kapitel und viel Blätter lang. Wenn man trotz alledem diese unfruchtbare Fragestellung aufnimmt und der Behauptung vom Untergang des jüdischen Städt- Originals by courtesy of Dr. Anatol Schenker

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