Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1914)
- Article
- Die jüdische Tragödie
- Date
- 1914-07-01
- Page
- 195 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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h.mM Xwm4* IM« jttdLuwlM» Tr»$Mi# i§§ itlÄtttiWftf«^^ Glori*. Der Mensch ist gesandt zu wählen zwischen mir und dir, im ist seine Kraft, wie die Kraft der Sterne ist zu scheinen. Darum hast da Rast und Reich auf der Erde des Menschen. Semael: Bin ich über das Leid der Erde gesetzt darum? Bin iitir der Fürst des Leids darum? Hast du darum mich hineingestürzt in den Knäuel von beizender Qual als ich meine Faust hob wider dich am Urbeginn, mich, den stolzesten, der erhoben ging über dem allen, daß ich Rasender mich verschlinge im endlosen Wirbel von Schmerz und Sterben? Alle Schreie der "Welt wüten mit Fäusten an mein wildes Herz! Ich spanne meine Flügel *tis, und rechts und links tauchen sie in Elend, die Erde sehe ich kreisen unter mir, und wo meine Augen hintasten, ziehen sich Ringe von Gram um den rollenden Bali Darum hasse ich dich, teh hasse dich. Die Stimme: Tobe wieder mich, o du Abgefallener vom Sinn ich wehre dir nicht. Auch du bist ein Bote meines Willens an die Ewigkeit. Und weü?t du auch vom Leide Gott&a? Satan: Ich verfluche die Ewigkeit Ich sehe die Zeit, ich muß den Schrei der Zeiten hören in meinem Blute, der Zeiten, die ich unsäglich verachte. Die Erde ist voll von Grauen und von unendlichem Tod, aber dein Fluch weckt Jahr um Jahr neuen Frühling, neue Geburt. Darum will ich endgültig töten. Ich will den letzten Tod auf die Erde bringen und das Geschlecht des Lebens auslöschen. Dann wird die süße Ruhe des Endes über der Erde hängen, Nichtsein wird sie einhüllen und das Leid wird endlich, radlich schweigen. Darum verderbe ich. Aber wehe mir, ich kann nicht töten ohne das Leid der Kreatur zu wecken, zu wecken mein Leid! Die Stimme: Semael, du tilgst die Erde nicht aus und nicht ihr Leid. Die Sonnen entrollten meiner Hand und ihr Leuchten gab ich einer jeden, die Sfären der Planeten ordnete ich und sie fingen mir. Aber die Zeit erfüllen kann nur der Mensch. Die Seelen der Menschen tragen meine Einung in sich, die Seele meines Volkes bringt meinen Gesalbten herauf, meinen Erlöser. Maschiach kommt. Die Schechina kehrt heim, ich werde eines sein mit meiner Glorie. Ich verheiße das Ende des Leids am Ende der Zeit. Originals by courtesy of Dr. Anatol Schenker