Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Das Problem jüdischer Staatswerdung in Palästina
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 336 (sequence 7)
- Language
- German
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soll hier abgesehen und nur erörtert werden, welche rechtlichen Gesichtspunkte und Möglichkeiten bei einer Abwicklung des Mandats, der Neugestaltung Palästinas und der Errichtung neuer selbständiger Staaten in Frage kommen. Palästina und* das jüdische Schicksal sind hineinverflochten in ein Gewebe völkerrechtlicher Abmachungen und Gestaltungen, die wieder aufgehoben, auseinandergelegt und anders verwoben werden müssen, wenn Neues geschaffen werden soll. Sollen gar neue Staaten gebildet werden, so ist dazu die Zustimmung derer erforderlich, die Volk und Regierung der zukünftigen Staaten darstellen sollen. Auszugehen ist von dem, was ist. Zur Zeit besteht das Mandat, das das ganze Palästina umfaßt. Es darf nicht übersehen werden, daß das englische Mandat sich auf Palästina im engeren Sinn (westlich des Jordan) und Transjordanien erstreckt. Nur die Bestimmungen des Mandats, die sich auf das jüdische Nationalheim beziehen, sind für Transjordanien ausgeschaltet. Was sonst für Mandatsgebiete zu gelten pflegt, gilt auch für Transjordanien. Die verschiedene Regierungsweise: im eigentlichen Palästina unmittelbare Verwaltung, in Transjordanien indirekte Regierung durch einen Emir, der von Engländern beraten wird, ist demgegenüber sekundär. Gelangt das Mandat zur Abwickelung, so wird auch Transjordanien mit hineingezogen. 336