Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus der Frühzeit Robert Remaks
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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das Portrait Alexander von Humboldts aufbewahrt, das der hochbetagte Verfasser des „Kosmos“ ihrem Großvater Robert Remak mit der eigenhändigen Widmung dediciert hatte: „Dem geistreichen Zergliederer und Physiologen Dr. Remak: ein Urgreis“. — Das populäre Ansehen, das Remak in der polnischen Bevölkerung genoß, kommt dadurch zum Ausdruck, daß sogar die polnische Sagenbildung sich mit ihm beschäftigte. So erzählt Motty in seinem in Anm. 2 erwähnten Werk in Band I, S. 55, daß Remak die Genehmigung zu seiner Verheiratung mit der Tochter des berliner Bankiers Meyer, des Begründers des alten Bankhauses E. G. Meyer, von dem Vater seiner Braut nur durch die Verpflichtung erlangt habe, sich in feierlicher Form von der polnischen Nation loszusagen. Hierdurch wäre, wie es in diesem Bericht weiter heißt, „der gute Pole dem Polentum verloren gegangen“. — Da Remak, wie bereits hervorgehoben, seine Zugehörigkeit zum Deutschtum stets betont hatte, handelt es sich bei dieser Erzählung um ein Gerücht, das zwar im Osten weit verbreitet, aber trotzdem völlig aus der Luft gegriffen war. Ein Gleiches gilt auch von andern Berichten aus dem Leben Remaks, die unter den Polen zirkulierten. Ebenso von der Angabe Josef Bieliiiskis, der in seinem umfangreichen Werk über die Geschichte der Universität Wilna irrtümlich behauptet, Remak hätte einen bereits im Jahre 1836/37 ergangenen Ruf 293