Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus der Frühzeit Robert Remaks
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 6)
- Language
- German
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Dr. Siegfried Remak wurde von seinen Zeitgenossen als frische temperamentvolle Persönlichkeit von schlankem Wuchs und scharfen Gesichtszügen, leuchtend dunklen Augen und tiefschwarzem Haar geschildert: Eigenschaften, die sich sämtlich auf seinen Sohn Robert vererbten, der von den älteren Posnern infolge dieser auffallenden Ähnlichkeit als das „getreue Abbild seines Vaters“ bezeichnet zu werden pflegte. Dr. Rob. Remak selbst, der zu so großer Berühmtheit gelangte Entdecker der Bedeutung der „drei Keimblätter“ für die Entwicklung der Wirbeltiere, hatte in seiner Vaterstadt Posen das dortige königliche Gymnasium besucht, in dem damals noch in den meisten Klassen polnisch die Unterrichtssprache war. In dieser Anstalt, die erst 1834 in das katholische Marien-Gymnasium umgewandelt wurde, hatte er bis zürn Abiturium mit Lehrern und Mitschülern innerhalb und außerhalb der Schule nur polnisch gesprochen, so daß er das Polnische wie seine Muttersprache in Wort und Schrift völlig beherrschte. Das war vermutlich einer der Gründe, daß die Polen ihn, obwohl er selbst sich stets zum Deutschtum bekannt hatte, zur polnischen Nation rechneten (s. Anm. 2). Hierzu dürfte aber wesentabgeändert hatte (L. Horwitz: „Die Familiennamen d. Kassler Israeliten“. Jüd. Farn.-Forsch. 1927. Heft 12.). ü) A. Kronthal: „Das Mönnich-Kniffkasche Haus usw.“. Histor. Monatsbl. Posen. 1917. Heft 19/20. 10) Derselbe: „Werke d. posn. bild. Kunst“. Berlin-Leipzig. 1921. S. 45. l»* 2QI