Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus dem Briefwechsel Steinheim - Zunz
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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ich nicht gleichzeitig den steigenden Fonds solcher Staatspapiere, die der wahre Staat meiner kleinen Schatzkammer sind, mit in Anschlag bringe. Was wird man nach etwa 200 Jahren für das kleinste Läppchen von einem Zunzschen Briefe in einer Auktion zahlen müssen? Was jetzt ein paar Groschen gekostet hat, wird ebensoviele Dublonen wert werden. Und Ihre Knauser in Berlin! Die werden sich gar den Mund wischen, eben weil sie in Berlin leben und am wenigsten dorthin schreiben Doch was schwätze ich. Auch ich möchte zu Ihrer Frage noch eine hinzufügen. Wann wird es besser mit den Rubeln der Gelehrten stehen, so daß sie reisen, leben und sich amüsieren können, wo und solange sie wollen? Sobald ich mir die bekannten lieblichen Butterbrötchen abgewöhnt habe, werde auch ich zu ,,den Brüdern am Ganges ziehen und mit ihnen mit bloßer Sohle den heißen Sand treten“6). Ich merk’s an allem, daß ich noch ein sehr unvollkommener Derwisch bin und noch immer wünschen muß — aber hoffentlich לשנה הבאה בני• חורץ Bis dahin halten Sie meine Lust durch Lockbriefe rege, zwar heißt das viel fordern; aber Sie sollen auch Ihre Lust haben an Ihrem Steinheim. Anmerkungen zu Brief VII. 1J Frei nach Horaz: Episteln II, 102: genus irritabile vatum (Dichter). 2) Anläßlich eines Aufsatzes ״Synagoge und Tempel“ (ein modernes Schisma). Allgemeine Zeitung des Judentums 1842, Nr. 38—39. 280