Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus dem Briefwechsel Steinheim - Zunz
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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gern in den Grund bohren. Wenn man mir aber noch ärger aufs Collet rückt, so schiebe ich alle Schuld auf Sie und sage, Sie hätten mich dazu aufgereizt und lenke den Zorn der Götter damit wenigstens teilweise von mir ab. Wenigstens wird man Ihnen nicht den Arzt an den Hals werfen können! Mein Glück, daß Herr Formstecher ein Rabbiner und kein Prälat oder Dr. theologiae Oberkonsistorialrat oder sonst so was ist; wäre er das, ich hätte neben dem Mediziner gewiß auch noch den Juden an den Hals geworfen erhalten. Was den mysographischen Pips anlangt, so kann ich mein Wort doch nicht ganz zurücknehmen. Sie können ja nur immer jene weibliche Korrespondenz benutzen und diese lieblichen Korrespondentinnen nur ersuchen, sich Zeit zu nehmen, um kurze Briefe zu schreiben und auch von jenem dünnen Papier Gebrauch zu machen, wovon man, wie es heißt, drei Bogen voll schreiben kann, ohne daß es schwerer als ein einfacher Brief würde. Außerdem habe ich nichts dagegen, wenn Sie mich mit der Ehre bekleideten, Mitglied Ihrer kargen Gemeinde zu werden, dem Sie in Portosachen einen kleinen Beitrag anrechneten, d. h. ihn unfrankiert schrieben. Sie wissen nicht, wie gern ich Kaffee trinke, aber einen lieben Brief bezahle ich noch mit größerer Freude; ja, ich bin ordentlich verdrießlich, wenn ich so ohne Entgelt, selbst ohne die kleinen Post- Spesen, einen solchen geistigen Schmaus genießen soll. Dazu bin ich noch zu sehr בר ישראל als daß