Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus dem Briefwechsel Steinheim - Zunz
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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erschienene Ausgabe des bekannten mittelalterlichen Reisetagebuches ״Massaot“ Benjamin of Tudela durch diesen literarisch sehr gebildeten Buchhändler mit Analekten aus der Feder von Zunz. Über Abraham Asher (1800—1853), den Gründer der noch heute bestehenden Berliner Buchhandlung, vgl. A. D. B. 1, (>19 sowie Jüd. Enzykl. III, 512. VI. Den 30. Mai 1843. Mein trefflicher Freund, ich habe mir, wie ein alter König in Spanien, einen Rock mit zwei Taschen, einer großen und einer kleinen, bestellt, in jene Ihre Grüße, in diese Ihre Briefe zu stecken. So einen kleinen Pips von der Berliner Schreibscheu haben Sie doch — leugnen Sie es nur nicht — weggekriegt. Und ich begreife es! Dort, wo die Wellen des Lebens so hoch fluten, so dicht sich drängen, da gibt es keine Zeit zur Konversation. Die hat der Araber in der Wüste, der Märchenfabrikant, der anmutige Saudi oder ein Hafis (Mönch). Das geht nicht, wo der Tag den Tag, die Stunde die Stunde, der Moment den Moment drängt und schiebt. Ich habe mehr Zeit, als ich gebrauche und mache absichtlich gleich Ihnen ein kleines Format, um nicht mehr zu verbrauchen und meinen Überfluß an Zeit zu sehr zur Schau zu tragen. A propos! Wer ist der Herr Zunz, dem der Herr Samuel Hirsch sein Buch gegen Bruno Bauers Judenfrage1) mit dediziert hat? Ist das ein naher Verwandter von Ihnen? Ich wußte bis dato von keinem solchen. Nun wohl, es ist immer Gewinn, .274