Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus dem Briefwechsel Steinheim - Zunz
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 251 (sequence 4)
- Language
- German
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beiden geholfen: meinen Worten und Ihren Be- Strebungen-(Dennoch) seien Sie guten Mutes und denken Sie daran (Psalm 37, 25) כי לא ראיתי צדיק נעזב וזרעו מבקש לחם. Im übrigen ist beider persönliche Zuneigung und sachliche Hochschätzung in allen Lebensabschnitten die gleiche geblieben. Schon bei Erhalt des ersten Bandes von Steinheims Lebenswerk ״Die Offenbarung nach dem Lehrbegriff der Synagoge“ heißt es im Briefbuch (25. Oktober 1835): ״Das einzelne, was ich gelesen, hat mich erfreut durch gediegene, freimütige, mit ihrem Gegenstand vertraute Forschung“. Auch weiterhin hat Zunz, der im Lohe sonst sehr zurückhaltend war, und dem — wie man vermuten sollte — die eigentlichen Probleme Steinheimschen Denkens an sich ferngelegen haben, alles, was von Steinheim kam, sehr ernst genommen und genauestens überdacht, so daß er nach des Freundes Tod diesen ״nach vielen Seiten ausgezeichneten“ Mann — zwar dem Gehalt nach nicht ganz richtig, aber seiner philosophisch - theologischen Denkart Rechnung tragend — den ״Philo des 19. Jahrhunderts“ nennen konnte. (Nach Angabe von B. Rippner, MGWJ 1872, p. 350). Die hier veröffentlichten Briefe selbst muten in ihrer verumständlich enden Einkleidung oft recht biedermeierlich an. Einzelne Bemerkungen aber wie in Brief VIII zum Emanzipationsproblem oder das Programmatische in Brief II, in dem Steinheim das Projekt einer Zeitschriftengründung erörtert, 251