Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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auf kommenden Ausdruck Guineen anwendet, muß es aus seinen letzten Jahren stammen. Das Tagebuch von Pepys unterrichtet uns gut über des Künstlers letzte Lebensjahre. Pepys ließ seine Gattin von Samuel Cooper malen; es gab acht Sitzungen und kostete 30 £, die er noch in der Nacht der Fertigstellung ablieferte, was — im Zusammenhang mit dem eben erwähnten Bilde — dafür spricht, daß Cooper das Geld nötig brauchte, obgleich er sich im allgemeinen in guten Vermögensverhältnissen befunden haben muß. Er erzielte sechs Mal so hohe Preise wie die weniger bekannten Miniaturisten* selbst für fremde gute Kopien nach Cooper gab es nach seinem Tode gute Preise; jetzt sind Originale zehntausende von Mark wert. Pepys berichtet ferner, daß Cooper gern und fließend französisch sprach, die französische Laute meisterhaft spielte, im Kaffeehaus von Covent-Garden verkehrte und in der Süd- Seite der Henriette Street gut eingerichtet wohnte. Das Bild seiner Gattin, dessen Werdegang er genau beschreibt, ist uns nicht bekannt, das letzte Bild einer Lady Exeter, über das uns Mahnbriefe des Lord Manners berichten, hat er wohl gar nicht mehr angefangen. Eine Tagebuchnotiz der Lely-Schülerin Mary Beale meldet uns, daß Samuel Cooper der Krankheit, von der in Manners Briefen die Rede ist, erlegen ist. Seine Schaffenskraft war jedoch bis zum Schluß auf der Höhe, wie die mit einem an Franz Hals gemahnende impressionistisch schmissige Mini- 204