Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 41)
- Language
- German
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als auch von Gott geschaffene Wesen hat er sie stets hingenommen. Die Frau in gelber Taille, vor rotem Vorhang mit blauem Himmel im Hintergrund, mit schmelzendem Inkarnat (Sammlung Buccleuch) galt lange als Bildnis der ״schönen Stuart“;* wenn aber die Jahreszahl 1655 richtig gelesen wird, kann es die langjährige Miß Britannia der englischen Kupfermünzen — achtjährig! — nicht sein. Einmal hat Cooper die offizielle Gemahlin Karls II. porträtiert, die Königin Katharina von Braganza,* in der Haartracht ihrer portugiesischen Heimat. (Sammlung Windsor.) Ein schönes Frauengesicht von kluger Sinnesart — es lag immer an den Modellen, man kann Walpoles verallgemeinerndem Urteil über die Frauenbildnisse Coopers nicht beipflichten. Die überlieferte Ungleichheit der beiden Augen hat der Künstler festgehalten, unschmeiclilerisch, aber auch ohne Beeinträchtigung der Ge- Samtwirkung. Als Letztes ein Bildnis der Gattin des Künstlers, Christina Cooper,* mit unvollendetem Hintergrund. (Sammlung Portland.) Der Meister hat die Ausmalung der Hintergründe — zum Beispiel auch auf dem Bildnis des Knaben Monmouth — unterlassen, wenn der Effekt des Antlitzes dadurch verstärkt wurde. Ob die Inschrift auf der Rückseite eigenhändig ist, ist unsicher. Von seiner Hand ist aber zweifellos der Vermerk auf der Rückseite des Bildes eines Unbekannten, daß es noch nicht bezahlt sei. Da er den erst damals 203