Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 193 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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So schon auf jener Schülerarbeit, die Heinrich Friedrich, Prinzen von Wales, den ältesten Sohn Jakobs I, darstellt und deren Vorlage eine unsignierte, im Reichsmuseum zu Amsterdam unter dem Namen Peter Oliver gehende Miniatur sein dürfte. Jetzt der Sammlung Swinburne zugehörig, stammt sie aus dem Besitz der Königin Karoline zu Kensington und später Lord Walpoles, der sie einem Cooper zuschrieb. Walpole kannte übrigens auch;mythologische Gemälde Coopers, der Landschaften in Wasserfarben gemalt haben soll, z. B. ״Diana und Aktäon“, aus dem Besitz des Earls of Exeter zu Burleigh. Für Alexander statt Samuel spricht die etwas harte aber sehr sorgfältige Zeichnung mit scharfem Bleistift, das Fehlen des transparenten Schmelzes, der für Samuel eigentümlich ist, so reizvoll auch die leicht mit Gold angerührte Arbeit koloriert ist, und die Schatten sind, wie häufig bei Alexander Cooper, ein wenig übertrieben modelliert. Keinesfalls jedoch entspricht diese Ausdrucksweise der Art früherer englischer oder in England ausgebildeter Miniaturisten. Sind wir über Alexander Coopers Leben durch schwedische Akten unterrichtet, so gibt es über die Hofmalertätigkeit seines Bruders Samuel nur einen einzigen Vermerk der königlichen Schatzkammer aus dem Jahre 1663, drei Jahre nach der Thronbesteigung Karls II. Aber schon im Jahre zuvor gibt es eine Tagebuchstelle des Münzkommissars John Evelyn, der eines Nachts zum König gerufen 13!93