Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Zeichen versehen wollen, einem De la Gardie seines ״Conterfeier“-Kollegen David Beck (nach einem Stich von Jeremias Falck zu schließen) nicht fernstehend, ebensowenig dem Typus des Signac’schen De la Gardie, der freilich einen antiken Jägerheros aus ihm macht. Außerdem: vergleichen wir den von Williamson unter der Bezeichnung Graf Creutz gehenden De la Gardie mit der von ihm ebenfalls Graf Creutz genannten Miniatur der Sammlung Green, die als ״James, II. Duke of Richmond“ bezeichnet wird, so ist die Unähnlichkeit keineswegs kleiner als bei den De la Gardie-Pörträts. Graf Creutz kann auch diese Miniatur aus chronologischen Gründen nicht sein, sie stellt gewiß einen Engländer dar. Sie ist eine der feinstausgeführten Schöpfungen Alexander Coopers und aufschlußreich, daß seine im Vergleich zu seinem Bruder rauhere, herbere Art bis zu einem gewissen Grad auf die Modelle zurückzuführen ist und er den rassischen Charme der englischen Aristokratie wohl zu treffen wußte. Seine Technik, auch im Aquarell stets etwas pastell- oder gouachemäßig, ist ein wenig gröber als die eines koloristischen Genies wie seines Bruders, aber wie ungleichmäßig in der Vollendung auch immer, tragen alle Miniaturen seiner Hand die unverwechselbare Handschrift eines männlich zupackenden Charakters, der mit raschem Zugriff, da wo wir vergleichen können, Bildnisse von größter Ähnlichkeit schafft. 192