Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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kristall-Miniatur, die sich jetzt in der Sammlung Howard befindet, dort oder in England gemalt hat. Seine Berufung nach Schweden erfolgte von Holland aus. Ob Juden die Mittler waren? Ausgeschlossen ist es nicht, Menasse ben Israel korrespondierte mit Isaak Vossius, dem Bibliothekar der Königin Christine von Schweden, und es ist auffällig, daß sich Alexander Cooper meist an Persönlichkeiten hielt, die den Juden gegenüber Toleranz übten. Descartes, mit dem Alexander Cooper, wie Goulding in seiner Abhandlung über die Sammlung Portland im Jahresbericht der Walpole-Society von 1914/1915 mitteilt, freundschaftlich vertraut war, kam erst drei Jahre nach Coopers Ankunft nach Schweden. Die Frage muß offen bleiben; eines aber wissen wir, daß Magnus Gabriel de la Gardie, der Günstling der Königin, ihr Berater in Kunstdingen und Reichskanzler unter ihrem Nachfolger Karl X., des Künstlers Gönner war. Im Jahre 1652 richtete er an den Grafen folgenden Brief: ,,Erlauchter, hoher und edler Graf, gnädiger Herr! Bei meiner schwachen Gesundheit bin ich außerstande, persönlich wegen meiner Bedürfnisse vorstellig zu werden, und bin gezwungen, Eure hohe gräfliche Gnaden mit dieser bescheidenen Bitte zu belästigen, auch deshalb, weil ich durch den Willen Gottes krank und an mein Bett gefesselt und darum in größter Not wegen des Rück- Stands meines Geldes und meiner Bezahlung bin. Deswegen richte ich an Euer hohe gräfliche Gnaden