Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3111067-3111128-3119354--8043-3119594- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Cooper Beziehungen zur Cromwell-Familie und malte Richard Cromwells Schwiegervater Sir Richard Mayor. Seiner Cromwell-Miniatur diente, nach einem schlüssigen Vergleiche, den ich anstellte, das große Cromwellbildnis Robert Walkers in der Londoner Porträt-Galerie als Unterlage: sie ist bis auf die Lichter auf dem Harnisch unterhalb des Kragens minutiös getreu. Um die Christine-Zuschreibung abzuschließen: zu den angeführten Gründen — es sei noch einmal an das Blütenmuster der blauen Emaille-Fassung und an die Herkunft aus der Familie Oranien erinnert — kommt noch ein wichtiges psychologisches Moment: die schwedische Königin ist hier jünger dargestellt als auf dem frühen Stich von Nanteuil — das spricht für die Anfänge von Coopers Hofmalerzeit ab 5. Juli 1647. Sie ist auch schöner als üblich und Alexander Cooper war alles andere als ein Schmeichler. Aber ist es nicht gerade dem Seelenkenner Abraham Alexander Cooper zuzutrauen, daß er die edle Geistigkeit und aufgeklärte Toleranz aus dem Antlitz der jungen Königin herausholte, die sie auszeichneten, ehe mit zunehmendem Alter die skurrilen Züge überwogen? Der Königin Christine Alexander Coopers glaubt man die Freundschaft mit Descartes! Arundel und seine Gattin Alethea weilten mehrmals in Amsterdam, ob auch die bereits 1630 verstorbene Gräfin Pembrok, entzieht sich unserer Kenntnis, so daß es ungewiß ist, ob Cooper die Berg- 186