Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Fassung der Bergkristall-Miniatur erhärtet eine Vermutung von mir, daß die Miniatur der Königin Christine* im Reichsmuseum zu Amsterdam, für die im Katalog weder ein Künstlername noch auch nur die Kunst eines bestimmten Landes genannt wird, das Werk Alexander Coopers sein könnte. Sie ist aus blauer Emaille mit Blumenmuster — wie die der Töchter des Earls von Shrewsbury. Und wie uns schwedische Akten sowie die Tagebücher Samuel Pepys sagen, lieferten Alexander und Samuel Cooper die Fassungen auch selbst. Außerdem stammt die Christine-Miniatur aus dem Mauritshuis — und Alexander Cooper hat mit den Oraniern Beziehungen unterhalten. Sein Bildnis Wilhelms II. von Oranien ist zwar nicht auf uns gekommen, wohl aber ein Stich danach von Hondius aus dem Jahre 1641. Alexander Cooper hat mehrmals Miniaturporträts der Königin Christine verfertigt — in kostbaren Fassungen, die für Gesandte und auswärtige Höfe als Geschenke bestimmt waren — aber nur eine einzige ist im Jahre 1865 aus der Sammlung Holt in der Miniaturen-Leihaus- Stellung des Kensington-Museums aufgetaucht. Lediglich stilkritisch betrachtet wäre meine vorgeschlagene Zuschreibung der anonymen Christine- Miniatur des Amsterdamer Reichsmuseums, deren Malweise sich in die Tradition keines bestimmten Landes einordnen läßt, nicht ohne weiteres überzeugend. Die Technik ist etwas glatter als sie sonst bei Alexander Cooper üblich ist, wofür es aber eine 184