Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Währung von Gedankenfreiheit eine Professur in Heidelberg anbieten ließ. Die Miniatur befindet sich in der Sammlung des Duke of Buccleuch im Montagu־House und hat einen hübschen blaß-violetten Hintergrund. Er ist auch der Unbekannte im roten Wams, mit blauem Hintergrund, auf dem signierten Exemplar der Sammlung T. Whitcombe Green. Den Lila-Hintergrund übernahm er von dem jüngeren Oliver; er findet sich auch auf dem gleichfalls signierten Porträt einer Unbekannten* in der Sammlung der Königin der Niederlande im Haag, einer strengen Erscheinung, mit einer hohen, dünnen, durchsichtigen Halskrause. Über Coopers holländischen Aufenthalt und gegenseitige Besuche berichtet uns Joachim von Sandrart in seiner ״Teutschen Akademie“: Ceuper — wie Sandrart ihn schreibt — zeigte mir eine Reihe vortrefflicher Miniaturmalereien, welche die berühmten Adligen des britischen Hofes darstellten, und empfing von allen Künstlern zu Amsterdam die Beweise der Hochachtung, die er verdiente.“ Gewiß ist er identisch mit jenem John Cooper (oder Couper), den Houbracken einen Nachahmer Isaak Oliviers zu London nennt, was aber nur auf Coopers beliebte mauve-farbene Hintergründe zutrifft und eine Verwechslung mit Peter Oliver ist. Einmal zwar hatte Cooper in der altertümlichen Manier des älteren Oliver gemalt, die Kinder Christians IV. von Dänemark im Schloß Rosenborg zu Kopenhagen, aber die hat er bewußt als Pendants zu den Mini- 181