Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 18)
- Language
- German
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bezeichnet diese Reihe kleiner mit Wasserfarben in Miniatur gemalter Medaillons, als sie sich noch in der Kunstkammer des Königs von Preußen befand, als ״eine angenehm anmutige, ebenso geistreich lebensvolle wie zierlich ausgeführte Arbeit... sie stellen Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, seine Gemahlin und seine Kinder dar, ursprünglich zwölf Stücke, von denen indes gegenwärtig zwei Bilder (jetzt drei! Der Verf.) fehlen. Die emaillierten Fassungen der Medaillons hängen zusammen, so daß sie zusammengelegt eine kleine Rolle bilden. Auf der Rückseite eines jeden ist Name und Alter der dargestellten Person sowie die Zeit der Anfertigung, 1632/1633 angegeben. In diesen Jahren aber hielt die Familie sich in London auf.“ Hier besteht eine Unstimmigkeit zwischen Kugler und den An* gaben der übrigen Literatur über Alexander Cooper, die den Haag als damalige Hofhaltung angibt. Zwischen den Daten des 6. Januar 1632 und des 14. Oktober 1633 sind jedoch mehrmonatige Unterbrechungen, während denen zumindest die Eltern abwesend waren, und so klärt sich der Widerspruch zwischen den Angaben Haag und London mühelos auf. Eines der Kinder, den damals vierzehnjährigen Prinzen Karl, hat Alexander Cooper später (im geschlitzten Gewände) wieder gemalt, als Erben seines Vaters. Dieser Pfalzgraf Karl Ludwig,* der Shakespeare-Enthusiast und Übersetzer von Ben Jonsons ״Sejan“, ist der nämliche, der Spinoza unter Ge- 180