Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 17)
- Language
- German
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Percy* (aus der Privatsammlung Anglesey, zum ersten Mal auf der Englischen Ausstellung des Jahres 1934 gezeigt), ist ein Beispiel für diese geteilten Hintergründe, die Samuel Cooper von seinem Oheim übernahm, für den Glanz der Rüstung und wiederum die berühmte Gestaltung der Haartracht, während seine Kunst, mit dem Reichtum des Details von der Charakteristik nicht abzulenken, aus einer der wenigen rechteckigen Miniaturen des Meisters aus dem Jahre 1662 hervorgeht. Sie stellt König Karl II. von England als Ritter des Hosenband-Ordens* dar und ist die größte Miniatur, die Samuel Cooper überhaupt angefertigt, ca. 22V2Xl8cm. Sie wurde vom König der Herzogin von Portland geschenkt und befindet sich jetzt in der Sammlung des Duke of Richmond. In der ein wenig kleineren ovalen Replik aus dem gleichen Jahr im Reichsmuseum zu Amsterdam hat der Künstler die Hand fortgelassen und bezeichnenderweise ist der Eindruck geschlossener als auf dem größeren Werk, einem der wenigen, auf dem er eine Hand angebracht hat. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß Samuel Cooper auf seinen eigenhändigen Repliken stets kleine Änderungen vornahm, und sei es eine Kleinigkeit wie die Art der Signierung. Sein 1605 geborener Bruder Alexander hatte in den Jahren 1632/1633 im Haag sein einziges datiertes und signiertes Werk geschaffen, jene Medaillonkette mit den Miniaturbildnissen des ״Winterkönigs“ und seiner Familie. Franz Kugler 12• 179