Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Brüchigkeit seiner Farben nicht verhindern können. Erst sein Neffe Samuel Cooper wurde ein Kolorist ersten Ranges. Er konnte von seinem Oheim, der den begabten Neffen und nicht den Sohn bei Hofe einführte, was ebenfalls gegen die Legende seiner Künstlereifersucht spricht, und von seinem Können gewiß nicht gering zu denken brauchte, viel lernen: den ausgeglichenen Gesamteindruck (im Gegensatz zu seinem Vorgänger Hilliard, der die stofflichen Reize der Kleidung und die Sorgfalt des Beiwerks übertrieb), die Auflichtung des Hintergrunds, die würdige Haltung der Modelle, kurz: was er selbst bei Van Dyck lernte, gab er seinen Neffen weiter. Auf einem seiner besten Werke, dem Buckingham- Porträt sehen wir auch zum ersten Mal jene Teilung des Hintergrunds durch einen Vorhang, deren eine Hälfte Raum für Wolkenbildung und Landschäften oder für Attribute mit Bezug auf das Leben des Modells freilassen. Beide Coopers haben dies von ihrem Oheim übernommen. Samuel hat auf einem Lady-Porträt deren Charakter durch eine Kirche in solch einem freien Feld angedeutet, was Charakterisierungsmoment eines Frühwerks sein könnte, aber auch einem späten Porträt wie dem Admiral Blake gab er Schiffe zum schmückenden Attribut des Hintergrunds. Das 1650, sechs Jahre nach seinem ersten Meisterwerk, dem Bildnis des Cromwell-Malers Robert Walker, entstandene Miniatur-Porträt des tapferen, charakterfesten, königstreuen Algernon!78