Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Weltgeschichte im Spiegel jüdischer Bildnisminiaturen
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 13)
- Language
- German
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allgemein an, daß dies Werk aus dem Jahre 1642 von Hoskins stammt und Samuel im Atelier seines Oheims nur den Kopf gemalt habe. Schon der Dreiunddreißigjährige brilliert in der Behandlung des Haars, die auf allen Miniaturen von seiner Hand bewundert wird. Die Hände sind wie auf Hoskins Königin Marie Henriette schwach, aber auch Sa־ muel Cooper war kein Meister des Händezeichnens, worin wir Coopers Bewunderer Walpole beipflichten müssen. Samuel Cooper wußte um diesen Mange! und ließ darum auch meist die Hände fort, vielleicht gerade, weil er iin Gegensatz zu Van Dyck ihren Wert als physiognömisches Ausdrucksmittel erkannt hatte. Im übrigen ist diese Miniatur ein Hauptbeispiel, wie Hoskins unter dem Einfluß Van Dycks Draperien malte und den Hintergrund arrarigierte im Gegensatz zu den aus der Buchminiatur hervorgegangenen Künstlern vor ihm, die sich damit begnügt hatten, diesen meist bläulich zu be־ malen, nur, damit die Köpfe sich besser abhöben. Als ein Beispiel für ein Werk, das man Hoskins zutraute, jetzt aber gewöhnlich Samuel Cooper zuschreibt, kann ein Unbekannter* aus dem Reichsmuseum zu Amsterdam gelten, ebenfalls mit prächtig gemaltem Haar; etwa drei Jahre jünger als diese Elisabeth Cecil lädt das anziehende feine Stück Malerei uns ein, uns um die Lüftung der Anonymitat des dargestellten Mannes von ausgesprochen holländischem Typus zu bemühen. Dies würde auch Licht über Samuel Coopers Tätigkeit : außerhalb •175